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Bahlinger SC II – FC Heitersheim 4:3

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Eine spannende Partie bekamen die Zuschauer der Begegnung zwischen der Oberliga-Reserve des Bahlinger SC und dem Bezirksliga-Aufsteiger Heitersheim zu sehen. Der FCH bestätigte die bisherigen guten Auftritte und wurde seinem Ruf als spielfreudige, enthusiastische Mannschaft vollauf gerecht. Die Kaiserstühler, in deren Köpfen die Negativserie der vergangenen Wochen noch etwas Nachwirkungen zeigte, mussten ordentlich dagegenhalten und gingen durch Piakai Henkel – der Oberliga-Spieler verstärkte die Reserve – in Führung. Die allerdings nur vier Minuten Bestand hatte; dann egalisierte Philipp Anton.

Zur zweiten Halbzeit wechselte BSC-Trainer René Labusch für Artur Fellanxa den Neuzugang Ahter Salimov ein. „Salimov spielte dann auf der rechten Seite, dadurch konnten wir Lennart Bauer im Sturm ins Zentrum ziehen“, erläuterte der Coach. Ein Schachzug, der fruchtete, erzielte der A-Jugendliche Bauer doch binnen fünf Minuten zwei Treffer zur 3:1-Führung. „Danach haben wir es verpasst, einige Chancen gut auszuspielen, aber eigentlich hatten wir das Spiel im Griff“, sagte Labusch, „bis bei einer Standardsituation am kurzen Pfosten Niclas Stöhr das 3:2 erzielte. Danach war unsere Mannschaft wieder verunsichert, und es gingen wieder im Spielaufbau viele Bälle verloren.“ Was Heitersheim in der 88. Minute zum Ausgleich durch Dominik Völkel nutzte.

Labusch fürchtete bereits eine Niederlage in den Schlussminuten. Doch in der Nachspielzeit gelang den Bahlingern der „Lucky Punch“: Salimov lief auf der rechten Außenbahn durch, fand mit einem Diagonalball die Schnittstelle in der FCH-Verteidigung, und Piakai Henkel erzielte den 4:3-Siegtreffer. „Ein glücklicher, aber nicht unverdienter Sieg“, fand Labusch, der nicht müde wird, die Jugendarbeit des BSC herauszustellen: „Ich will nicht darauf herumreiten, aber zuletzt hatten wir wieder drei A-Jugendliche auf dem Platz – Lennart Bauer, Noel Hüglin und Cedric Gugel. Es macht Spaß zu sehen, wie gut sich der Nachwuchs einfügt. Umso schöner, wenn die jungen Spieler ihre Leistung mit einem Sieg belohnt sehen.“

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FSV 08 Bissingen – Bahlinger SC 2:1

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Guter Fußball wird nicht immer belohnt. In strömendem Regen und ohne Punkte fährt der Bahlinger SC aus Bissingen nach Hause, und das obwohl viele im Lager des BSC von einer der bisher besten Saisonleistungen des Teams sprechen. „Wir wurden für unseren Aufwand heute einfach nicht belohnt“, beklagte Co-Trainer Bernd Lupfer, „das Glück war nicht auf unserer Seite.“

Dabei hatten die Gäste vom Kaiserstuhl gut begonnen, ließen sich von dem frühen Rückstand durch Peter Wiens nach nur acht Minuten nicht beeindrucken. Bereits in der 14. Spielminute gelang Yannick Häringer der Ausgleich, er köpfte einen scharfen Sautner-Freistoß von der linken Außenbahn in die Maschen. Weitere Torchancen auf Seiten der Gäste folgten besonders kurz vor dem Seitenwechsel fast schon im Minutentakt; Bissingen war sichtlich bemüht, das Unentschieden in die Kabine zu retten. Marco Waldraff (38.) sowie Felix Higl und Mirco Barella mit einer Doppelchance (41.) vergaben. „Vor der Pause müssen wir fast schon in Rückstand geraten“, ist sich Bissingens Assistenzcoach Andreas Lechner sicher.

„Bahlingen bekam von uns zu viele Räume und nutzte diese auch gut“, kritisierte Lechner. „Aber zum Glück konnten wir in der zweiten Halbzeit den Schalter umlegen.“ Die Gastgeber erwischten den besseren Start in die zweite Hälfte, gingen nach einer Ecke und einem platzierten Kopfball von Riccardo Gorgoglione früh in Führung. Und auch im Anschluss war es der wie ausgewechselt wirkende Tabellenzweite, der von nun an das Spiel in die Hand nahm und sich offensiv deutlich verbessert zeigte.

Die beiden Mannschaften trotzten dem Regen und zeigten den rund 350 Zuschauern sehr intensiven und doch ausgesprochen schnellen und guten Oberliga-Fußball. Schnelles Umschaltspiel, erfolgreich vorgetragene Angriffe und zahlreiche Ballstafetten machten die Begegnung zu einem echten Hingucker.

Auf gegen Ende immer rutschiger werdendem Untergrund hätte Bissingen die Partie allerdings schon vorentscheiden können, verpasste es aber, die zahlreichen guten Konteransätze konsequent zu Ende zu spielen. Marius Kunde (83./85.) hatte gleich zweimal das entscheidende 3:1 auf dem Fuß, fand aber in BSC-Torhüter Dennis Müller seinen Meister. So blieb die gut ansehnliche Partie bis zum Schluss spannend, wenn auch Bahlingen im zweiten Durchgang nicht mehr in der Lage war, echte Großchancen zum Ausgleich zu kreieren – obwohl die Mannschaft ihn „unbedingt wollten und alles nur Mögliche versucht“ haben, so Lupfer. Die zuhause noch ungeschlagenen Bissinger zeigten sich gerade in der Schlussphase konzentrierter und cleverer als die Gäste und verdienten sich auf diese Weise ihren nächsten Heimdreier.

Zwei Wochen hat der Bahlinger SC nun Zeit, die Niederlage zu verarbeiten und ausgiebig zu analysieren. Denn die für das kommende Wochenende angesetzte Begegnung gegen den FSV Hollenbach wurden wegen eines Benefizspiels der Hollenbacher verlegt, Bahlingen trifft lediglich am Freitag in einem Freundschaftsspiel auf den FC Denzlingen. In dieser Zeit wird man grübeln – um in 14 Tagen dann eben nicht nur guten Fußball, sondern auch wieder Punkte auf dem Tableau vorzeigen zu können.

Bissingen: Burkhardt – Buck, Reich, Ngo, Sanchez – Gorgoglione, Di Biccari, Wöhrle, Lindner (77. Götz) – Kunde, Wiens (82. Hemmerich/88. Macorig).

Bahlingen: Müller – Keller, Klein, Adam, Higl (76. Fiand) – Ulubiev (64. Respondek), Bührer, Häringer, Waldraff – Barella (83. Buhovac), Sautner (83. Fellanxa).

Tore: 1:0 Wiens (8.), 1:1 Häringer (14.), 2:1 Gorgoglione (54.).

Schiedsrichter: Bergmann (Erbach).

SV Munzingen – Bahlinger SC II 1:3

Der Bahlinger SC II konnte die Partie beim SV Munzingen nach Treffern von Joel Gugel und Benjamin Funk (2) für sich entscheiden. Der SV Munzingen war hingegen nur ein Mal durch Driton Cermjani erfolgreich, beim Stand von 1:2 vergab die Elf von Jacob Siebler zudem einen Strafstoss.

Gegen defensiv ausgerichtete Gastgeber tat sich die junge Mannschaft von BSC II-Coach Rene Labusch zunächst schwer. Die Gastgeber überließen der Reserve des Bahlinger SC Feld und Ball um mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Erst in der 40 Minute gelang Joel Gugel das 0:1, als er einen langen Ball auf den linken Flügel noch erlaufen und im Tor unterbringen konnte. In Durchgang zwei drängten die Gäste auf einen weiteren Treffer und erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten, die durch den sicheren Carstern Schmitz im Tor des SV Munzingen zunichte gemacht wurden. Benjamin Funk blieb es vorbehalten, mit einer sehenswerten Einzelaktion Carsten Schmitz zu überwinden und das zweite Tor zu erzielen (54. Minute). Der SV Munzingen kam nun trotz des weiteren Gegentreffers besser in die Partie und seinerseits zu Möglichkeiten. Eine Gelegenheit nutzte Driton Cermjani zum 1:2 (63. Min.). Die Zuschauer sahen in den letzten 30 Minuten eine offene Begegnung, in der Munzingen gegen nachlassende Gäste dem Ausgleich näher kam. Folge der gesteigerten Angriffsbemühungen war ein Strafstoß, den Nikko Diekmann im Tor des Bahlinger SC II aber parieren konnte. In die weiter anhaltenden Druckphase der Gastgeber setzte Benjamin Funk mit dem 1:3 den Schlußpunkt (90. Min.) und sicherte dem Bahlinger SC II drei wichtige Auswärtspunkte.

Der Bahlinger SC II klettert mit nun neun Zählern auf Rang 11 der Tabelle, während der SV Munzingen mit drei Punkten auf Rang 15 verharrt.

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SV Munzingen
Carsten Schmitz, Benjamin Thöni, Yannick Scherle, Juan Manuel Serrano Pache, Driton Cermjani, Nicola Häringer (), Timo Zipfel, Markus Lauber, Florian Kohl, Julian Engler, Arthur Schwarzkopf (35. Min.: Christian Serrano)

Bahlinger SC II
Nikko Diekmann, Joseph Könyit, Nans Rüttgers, Matthias Ernst (86. Min.: Patrick Rotzler), Sebastian Bühler (C), Lennart Bauer (90. + 1 Min.: David Lizurek), Joel Gugel, Ahter Salimov, Benjamin Funk, Marvin Scherer, Nicholas Fuchs (70. Min.: Noel Hüglin)

Schiedsrichter: Remigiusz Baran

Tore:
0:1 Joel Gugel (40. Min.)
0:2 Benjamin Funk (54. Min.)
1:2 Driton Cermjani (63. Min.)
1:3 Benjamin Funk (90. Min.)

Am kommenden Spieltag, Sonntag, 02.10.2016 um 15.00 Uhr empfängt der Bahlinger SC II den FC Heitersheim. Der SV Munzingen tritt zeitgleich beim FC Bad Krozingen an.

Bahlinger SC – SV Oberachern 2:2

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Reden beim Essen verletzt die Anstandsregeln und lässt den Braten kalt werden. Doch der völlige Verzicht auf Unterhaltung verrät etwas über die Stimmung am Tisch. Die Sprachlosigkeit, mit der die Bahlinger Spieler nach dem Unentschieden gegen Oberachern ihre Pasta verdrückten, lud den VIP-Raum des Kaiserstuhlstadions mit schwerer Enttäuschung auf. Auch der vierte Anlauf zum zweiten Heimsieg des BSC war vergeblich.

Um einen Eindruck gleich zu zerstreuen: Der Bahlinger Mannschaftsgeist ist intakt. Intern hat das Betriebsklima auch durch die Rückschläge der vergangenen Wochen nicht gelitten. Aber nach dem Sieg in Spielberg wollten die Rot-Weißen auch zu Hause den Bock umstoßen. Unbedingt. Doch obwohl die Kaiserstühler an ihrer Heimstätte nach 327 torlosen Minuten mal wieder trafen, obwohl sie gegen die Ortenauer gleich zweimal in Führung gingen, blieb ihnen ein Erfolg aus der Kategorie Arbeitssieg verwehrt.

Es galt das Prinzip Brechstange. Da es angesichts der vielen Verletzten (Göppert, Waldraff, Ilhan, Alihoxha, Fellanxa, Henkel und Vrazalica) derzeit um die spielerische Leichtigkeit nicht allzu gut bestellt ist, sollte der Sieg gegen Oberachern mit hohem Einsatz über Standards erzwungen werden. Und tatsächlich: Zehn Minuten vor Spielende schwirrte der Fachbegriff vom „dreckigen Dreier“ in den Köpfen vieler Zuschauer herum. „Da brennt nichts mehr an“, raunte man sich unterm Dach der Gegengeraden zu.

Es stimmte ja: Bis auf einen unachtsamen Moment, als Walter Adam gegen Gabriel Gallus sein Bein stehen ließ und der Gefoulte den fälligen Elfmeter sicher zum 1:1 verwandelte (60.), hatte die Bahlinger Defensive mit dem biederen Angriffsspiel der Gäste keinerlei Probleme. Dann aber löste SVO-Trainer Thomas Leberer mit der Hereinnahme von Gregor Dörflinger und Pascal Sattelberger, einem Kind der Freiburger Fußballschule, seine Viererkette auf und hatte damit ein glückliches Händchen: Sattelberger verlagerte das Spiel auf Dörflinger, dem Vincent Keller an der Strafraumkante zu viel Raum ließ. Obendrein fälschte der Bahlinger Außenverteidiger Dörflingers Schuss mit der Wade unglücklich und unhaltbar für Keeper Dennis Müller ab (83.) – 2:2. „Ein Sonntagsschuss“, befand BSC-Trainer Zlatan Bajramovic. „Wir kassieren zwei Tore aus dem Nichts“, ärgerte sich Dennis Bührer, der um Verständnis für die eigene Einfallslosigkeit bat: „Wir können im Moment nichts herauszaubern.“

Deshalb also viele Freistoß- und Eckballhereingaben von Erich Sautner, der einmal punktgenau den Kopf von Yannick Häringer zum 1:0 erwischte (57.), einmal den Schädel von Walter Adam. Der aufgerückte Innenverteidiger machte mit dem 2:1 seinen Fehler beim Foulelfmeter wieder wett (65.). Obwohl Bahlingen mit diesem Remis weiter im Mittelfeld der Oberliga festsitzt, hatte Bajramovic von seiner Mannschaft „eines der besseren Spiele“ gesehen. „Sie hat mit viel Leidenschaft geackert und alles getan.“ Man müsse mit diesem Ergebnis zufrieden sein.

Gehobene Ansprüche lässt die Harmlosigkeit in der Offensive auch nicht zu. In der ereignislosen ersten Hälfte lichteten verzweifelte Fotografen auf der Suche nach spannenden Motiven schon Rotorflieger über dem Kaiserstuhl ab. Für den sportlichen Leiter August Zügel liegt der Hund auf den Außenbahnen begraben: „Dort bringen wir kein Tempo auf den Platz.“ Es fehlten Marco Waldraff, Pierre Göppert und Michael Respondek; Aslan Ulubiev und Johannes Fiand laufen ihrer Form hinterher; und Mirco Barella wäre vielleicht im Angriffszentrum statt des nahezu unsichtbaren Lukas Metzinger besser aufgehoben. Die neuralgischen Positionen auf dem Feld formen deshalb auf der Taktiktafel ein umgedrehtes U. Anders ausgedrückt: Das Bahlinger Hufeisen muss neu geformt werden.

Bahlinger SC – SV Oberachern 2:2 (0:0)
Bahlingen: Müller – Keller, Klein, Adam, Higl – Häringer, Bührer – Barella (89. Respondek), Sautner, Ulubiev (81. Fiand) – Metzinger (89. Buhovac).

Oberachern: Kleffer – Fritz (69. Braun), Schwenk, Jurjevic, Sert (82. Sattelberger)– Armbruster (58. Huber), Gülsoy – Walica, Gallus, Keller (82. Dörflinger)– Herrmann.

Tore: 1:0 Häringer (57.), 1:1 Gallus (60./ Foulelfmeter), 2:1 Adam (65.). 2:2 Dörflinger (83.).

Schiedsrichter: Boyette (Schwetzingen).

Zuschauer: 610.

SV Spielberg – Bahlinger SC 1:2

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 Vier Spiele und eine Halbzeit hat es gedauert, doch im zweiten Durchgang in Spielberg blitzte beim Bahlinger SC phasenweise wieder das Spiel durch, mit dem man vergangenes Jahr 37 Punkte in der Regionalliga gesammelt hatte. 2:1 besiegte der BSC den Mit-Absteiger aus Nordbaden – ein Ergebnis, das eben besonders aufgrund der spielerisch wie kämpferisch überzeugenden zweiten 45 Minuten absolut in Ordnung geht.

Mit einer auf drei Positionen veränderten Mannschaft schickte Zlatan Bajramovic seine Elf auf das Feld. Doch die Spielberger erwischten den besseren Start: Nach nur sieben Minuten musste Dennis Müller im Tor des BSC rettend eingreifen, als Spielbergs Innenverteidiger Stefan Müller sträflich frei zum Kopfball kam. Und auch in der Folge waren es die Gastgeber, die das Spiel in die Hand nahmen und offensiv druckvoll agierten. „In den ersten 20 Minuten war der Gegner klar besser“, analysierte BSC-Coach Zlatan Bajramovic, „doch dann sind wir besser ins Spiel gekommen und haben dem Gegner nicht mehr das Feld überlassen.“

In der 28. Minute erzielte Spielberg die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Führung durch Riccardo Di Piazza. Vorausgegangen war allerdings ein kapitaler Fehler von Yannick Häringer: Sein Rückpass war deutlich zu kurz geraten und von Di Piazza erlaufen worden, der dann auch noch Dennis Müller umkurvte. Das Führungstor festigte die leichte Überlegenheit Spielbergs, das in der ersten Halbzeit spielerische Vorteile zu verzeichnen hatte.

Die rund 300 Zuschauer im Bechtle-Stadion hatten sich demnach bereits auf eine Pausenführung für die Gastgeber eingestellt, als der Ball auf einmal im Netz zappelte. Felix Higl war bei einem Freistoß mitaufgerückt und profitierte von einer Uneinigkeit der heimischen Hintermannschaft, ehe er den Ball aus einem Gedränge heraus ins Tor stocherte (44.). Es war die erste und einzige nennenswerte Gelegenheit der Bahlinger vor dem Seitenwechsel. „Dieses 1:1 fiel für uns zu einem psychologisch sehr guten Zeitpunkt“, erkannte Bajramovic.

Und tatsächlich: Der späte Ausgleich sorgte für zwei völlig verschiedene Halbzeiten. Der Bahlinger SC kam deutlich besser aus der Kabine und verdiente sich zunehmend das Unentschieden. Auch Neu-Trainer Peter Hogen, der an diesem Nachmittag seinen Einstand bei Spielberg feierte, gestand ein: „In der zweiten Halbzeit fand meine Mannschaft keine spielerische Lösung mehr, sodass wir nun von unserem Gegner bespielt wurden.“ Bahlingen war dem Führungstor in einer jetzt offenen Begegnung näher, drängte auf den Dreier. In der 80. Spielminute bekam der BSC schließlich einen Freistoß in rund 35 Metern Torentfernung zugesprochen, den Mirco Barella flach in die rechte Torecke verwandelte – sowohl die Spielberger Fünf-Mann-Mauer als auch Torhüter Mathias Moritz sahen dabei nicht gut aus.

Weil sich Spielberg nach der Halbzeitpause kaum mehr Torchancen erarbeitete, war der dritte Auswärtsdreier der Saison für den BSC nach dem Führungstor nicht mehr gefährdet. Trainer Bajramovic zeigte sich stolz auf seine Mannschaft: „Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg für uns verdient.“ Dennoch warnte er seine Spieler vor verfrühter Euphorie: „Wir haben deshalb noch nichts erreicht. Im Fußball muss man von Spiel zu Spiel denken, also konzentrieren wir uns nun wieder voll und ganz auf unsere nächste Aufgabe.“

SV Spielberg – Bahlinger SC 1:2 (1:1)
Spielberg: Moritz – R. Müller, Benz, S. Müller, Can – Knorn, Schröder (83. Schoch), Weimer, Schäfer (76. Ritter) – Zimmermann (64. Daum), Di Piazza.

Bahlingen: Müller – Higl, Klein, Konyit, Keller – Ulubiev (84. Nopper), Bührer, Häringer, Barella (90.+2. Buhovac) – Sautner, Metzinger (76. Fiand).

Tore: 1:0 Di Piazza (28.), 1:1 Higl (44.), 1:2 Barella (80.).

Schiedsrichter: Tobias Eisele (Korntal).

Zuschauer: 300.

Offenburger FV – Bahlinger SC 0:0

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Im intensiven südbadischen Duell zwischen dem Regionalliga-Absteiger vom Kaiserstuhl und dem Verbandsliga-Aufsteiger aus der Ortenau gab es eine leistungsgerechte Punkteteilung. Chancen zum Sieg hatten beide Teams.

Es begann nicht gut für die Gastgeber: Schon in der 1. Minute – die OFV-Defensive war noch nicht sortiert – schoss der Bahlinger Lukas Metzinger den Ball an den Pfosten. Danach bemühten sich beide Teams um Kontrolle, was den Gästen deutlich besser gelang. Zwölf Minuten nach dem ersten Pfostentreffer folgte der zweite durch Yannick Häringer. Der gut organisierte BSC machte das Spiel, scheinbar mühelos, der OFV versuchte zu kontern. Es blieb zunächst oft beim Versuch. Ausnahmen: In der 30. Minute hatte der OFV eine Chance durch den aufgerückten Fabian Spiegler, zehn Minuten danach durch Marco Petereit. Dem standen vor der Pause mindestens vier, fünf gute Gelegenheiten der Kaiserstühler gegenüber. Die besten vergaben Häringer und Walter Adam. Fast wäre der OFV sogar mit einer Führung in die Kabine gegangen, aber der völlig frei auf BSC-Torwart Dennis Müller zulaufende Fabian Spiegler (43.) schoss über das Tor.

Die zweite Hälfte begann fast wie die erste: Mit einem Pfostenschuss des BSC: Aslan Ulubiev war nach einer Ecke zum Schuss gekommen. Doch zwei Minuten später vergab Spiegler auf der anderen Seite eine ausgezeichnete Konterchance. Der OFV versuchte, an die starken letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit anzuknüpfen, die Partie war nun ausgeglichener. Dann wurde Spiegler (67.) zum Unglücksraben beim OFV, zum dritten Mal kaum er frei zum Schuss, wieder ohne Erfolg. Es gab weitere Chancen, hüben wie drüben. Der Bahlinger Felix Higl vergab freistehend, der Ex-Balinger Adrian Vollmer setzte einen Kopfball über die Latte. Der selbe Spieler prüfte den BSC-Torwart (87.) mit einem sehenswerten 20-Meter-Schuss.

Offenburger FV – Bahlinger SC 0:0
Offenburger FV: Bergdorf; Kahle (61. A. Vollmer), Schlieter, Baitenger, K. Feger, Beiser-Biegert, Anzaldi, Geiler, Petereit (69. Tsolakis), Spiegler (89. Mandzo), M. Vollmer (60. Schillinger).

Bahlinger SC: Müller; Respondek, Adam (66. Buhovac), Häringer, Ulubiev, Barella (66. Fiand), Bührer, Klein, Alihoxha (73. Nopper), Metzinger (75. Keller), Higl.

Schiedsrichter: Petersen (Stuttgart)

Zuschauer: 676

Bahlinger SC – TSG Balingen 0:3

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Das Duell der Ba(h)linger Kicker entscheidet das engagiertere Team von der Schwäbischen Alb eindrucksvoll für sich. Die Kaiserstühler gehen schweren Zeiten entgegen.

Trainer Zlatan Bajramovic hatte die Startelf des BSC gleich auf fünf Positionen gegenüber der Vorwoche (1:3 in Pforzheim) verändert. Der neue Anzug begann verheißungsvoll. Bereits in der ersten Minute köpfte Lukas Metzinger freistehend am Tor vorbei. Dann vergab Ergi Alihoxa eine weitere Großchance. Es sollten die besten Möglichkeiten für das Heimteam gewesen sein. Dazwischen marschierte das schwäbische Balingen gefährlich nach vorne. Besonders Patrick Lauble bekam der BSC nie in den Griff. Quirlig und mit viel Aggressivität wirbelte er vor dem Bahlinger Gehäuse. In der 9. Minute verstolperte er die erste Gästechance, danach wurde Lauble noch stärker.

Viele einfache Ballverluste behinderten die Bahlinger Offensivbemühungen. Das bot den Gästen Möglichkeiten zum Kontern. In der 24. Minute setzte sich Lauble auf der rechten Seite mit aller Macht gegen pomadige Bahlinger ein weiteres Mal durch. Seine flache Hereingabe netzte Hannes Scherer zum 0:1 ein – das bissigere Team lag nicht unverdient in Führung. Vor der Pause wurde ein Abstaubertor von Tobias Klein nicht gegeben. Die Abseitsentscheidung des Schiedsrichtergespanns dürfte knapp gewesen sein. Auf der anderen Seite hätte Kaan Akkaya für die Gäste noch erhöhen können.

Die Halbzeitpause dauerte beim BSC nur wenige Minuten. Frühzeitig erwarteten die Rothemden den Gegner zum Wiederanpfiff. Das Signal für die Aufholjagd? Taten folgten danach kaum welche. Bahlingen zeigte sich bemüht, aber ohne Torgefahr. Die TSG Balingen setzte ihr aggressives Spiel fort, und die Gastgeber konnten nicht dagegenhalten. Symptomatisch das 0:2 (51.): Ein abgewehrter Ball wurde von den Gästen weit nach vorne gespielt. An der Mittellinie marschierte Lauble auf und davon und verwertete die Chance optimal. Dennis Müller im BSC-Tor konnte die Kugel nur noch aus den Maschen holen, Klein den Torschützen zuvor nicht stoppen. Kurz danach gelang Nils Schuon per Distanzschuss sogar das 0:3. Die Partie war endgültig entschieden, die dritte Niederlage in Folge für den BSC perfekt. Ein Fan meinte: „Wir sind auf dem besten Weg in die Verbandsliga.“

Nach dieser neuerlichen Niederlage müssen am Kaiserstuhl in den nächsten Wochen wohl kleinere Brötchen gebacken und die Saisonziele neu definiert werden. Bajramovic kam nicht umhin, die Überlegenheit der Gäste anzuerkennen: „In der zweiten Hälfte konnten wir nichts mehr zusetzen.“ Was die Aufstellung anbelangt, nahm der BSC-Coach die Niederlage auf seine Kappe. „Ich schütze meine Spieler, aber ich erwarte auch eine andere Präsenz auf dem Platz. Im Moment läuft es gegen uns aber wir arbeiten daran, dass es wieder aufwärts geht“, sagte Bajramovic.

Bahlingen: Müller, Respondek, Nopper, Häringer, Keller (58. Barella), Bührer, Klein, Fiand (58. Higl), Alihoxha, Metzinger (71. Vrazalica), Sautner (83. Bauer). Balingen: Binanzer, Eisele, Schreyeck, Lauble (86. Müller), K. Akkaya (84. O. Akkaya), Schuon, Müller, Foelsch, Schmitz, Kurth (88. Konz), Scherer (78. Mosca). Tore: 0:1 Lauble (24.), 0:2 Lauble (51.), 0:3 Schuon (55.). Schiedsrichter: Paßlick (Gengenbach). Zuschauer: 560.

1. CfR Pforzheim – Bahlinger SC 3:1

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Gerade einmal drei Tage war es her, dass BSC-Torhüter Dennis Müller das erste Mal hinter sich greifen musste, und nun stehen in sechs Spielen auf einmal sechs Gegentore auf dem Tableau. Nach der 0:3-Niederlage gegen Neckarsulm am Mittwoch musste Bahlingen an diesem Samstag erneut drei Gegentore schlucken – und verlor nach einem insgesamt enttäuschenden Auftritt mit 1:3 beim Tabellenführer.

Dabei schickte BSC-Coach Zlatan Bajramovic eine auf drei Positionen veränderte Elf auf den Platz, die zudem erstmals in einem offensiv ausgerichteten 4-2-3-1-System agierte. Und das sollte sich schon nach nur wenigen Sekunden bezahlt machen: Michael Respondek, der heute auf der Zehnerposition auflief, gewann an der Strafraumgrenze sein Kopfballduell und legte den Ball zurück auf Aslan Ulubiev – welcher ihn platziert in die rechte Ecke schlenzte und nach nicht einmal zwei Spielminuten für die frühe Führung sorgte.

Doch nach dem Führungstor kam nicht mehr viel von den Gästen. Stattdessen kämpfte sich der 1. CfR Pforzheim zunehmend besser in die Partie. Die stets agilen Angreifer Dirk Prediger und Dominik Salz setzten die BSC-Hintermannschaft häufig schon sehr früh unter Druck und zwangen diese zu Ballverlusten. So war es nur eine Frage der Zeit, bis der Ausgleich fallen würde. Nachdem Prediger mit einem Pfostenschuss (14.) und Salz per Fallrückzieher (19.) das 1:1 bereits auf dem Fuß hatten, vollstreckte Pforzheims Mittelstürmer Dominik Salz in der 24. Minute schließlich einen Angriff über die rechte Seite der Gastgeber im Nachsetzen.

Der Ausgleich sorgte auf Seiten der Gäste für Diskussionen mit dem Unparteiischen, da sich Aslan Ulubiev bei seinem Zweikampf mit Dirk Prediger unmittelbar vor dem Treffer gefoult fühlte. „Selbst, wenn das ein Foulspiel gewesen wäre, ist das noch kein Grund für uns, ein Gegentor zu kassieren“, kommentierte Bajramovic die Szene, „wir haben heute einfach nicht clever genug verteidigt.“

Bahlingen zeigte sich unbeeindruckt von dem Ausgleichstor und stellte nun wieder auf Offensivfußball. Marco Waldraff (31.) und Johannes Fiand (32.) hatten gute Gelegenheiten für die Gäste, aber offensiv gelang dem BSC kaum etwas an diesem Nachmittag, Bajramovic bezeichnete sein Team als „zu inkonsequent und zu hektisch vor dem Tor“.

Hektisch wurde es dann auch im Spiel: Kurz vor und kurz nach dem Seitenwechsel reklamierten die Gastgeber vermeintliche Foulelfmeter, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm. Erst nach einer Stunde bekam der CfR einen Strafstoß zugesprochen, nachdem der quirlige Flügelspieler Tim Schwaiger von Frano Buhovac nur noch mit einem Foul gestoppt werden konnte. Kapitän Sebastian Rutz verwandelte vom Punkt sicher zur 2:1-Führung.

In einer weitestgehend zerfahrenen und von vielen Fouls geprägten zweiten Hälfte waren das Tempo nach vorne und die Torgefährlichkeit des Bahlinger SC letztlich zu gering, um das Ergebnis noch einmal korrigieren zu können. So sorgte Dominik Salz auf der Gegenseite selbst für den Schlusspunkt, als er einen der vielen blitzschnellen Pforzheimer Konterangriffe in der Nachspielzeit zum 3:1-Endstand vollendete. „Der Sieg ist auf jeden Fall verdient“, erkannte Bahlingens Trainer Bajramovic, der nun schon zum zweiten Mal in Folge mitansehen musste, wie das Gegentorkonto um drei anstieg – ein Anstieg, den er so wahrscheinlich lieber auf dem Punktekonto gesehen hätte.

1. CfR Pforzheim – Bahlinger SC 3:1
Pforzheim
: Salz – Schiek, Gudzevic (90. Mägerle), Reisig, Schramm – Ceylan, Rutz, Schwaiger (80. Durmus), Prediger (73. Tasli) – Tardelli, Salz.

Bahlingen: Müller – Waldraff (83. Nopper), Konyit, Buhovac, Keller (76. Alihoxha) – Klein, Häringer, Ulubiev, Respondek, Fiand (66. Henkel) – Barella (45. Bührer).

Schiedsrichter: Reuter (Heidelberg).

Tore: 0:1 Ulubiev (2.), 1:1 Salz (24.), 2:1 Rutz (60./FE), 3:1 Salz (90.+1.).

Zuschauer: 420.

Bahlinger SC – Neckarsulmer Sport-Union 0:3

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Eine schwache Leistung der Bahlinger ermöglichte den Neckarsulmer einfache drei Punkte aus dem Kaiserstuhlstadion mitzunehmen.

Die Dominanz der Bahlinger trug im ersten Abschnitt keine Früchte. Sautner & Co. drängten zwar, aber die Produktivität blieb aus. Neckarsulm beschränkte sich auf eine massive Defensivarbeit und bot dem Heimteam wenig Gelegenheiten. Die Schussversuche von Mirco Barella und Erich Sautner verfehlten das gegnerische Tor. Dann kam es wie sooft: Neckarsulm nutzte den ersten echten Konter zum 0:1. Bahlingens Defensive bekam keinen Zugriff auf den Ball, und Martin Hess (37.) konnte unbedrängt flach einschießen. Das war die kalte Dusche für den BSC vor der Pause.

Die erwartete Aufholjagd blieb nach Wiederanpfiff aus. Ideen- und kraftlos wirkten die Bahlinger. Neckarsulm blieb weiter geordnet stabil. Als sich dann Frano Buhovac (70.) erneut einen groben Schnitzer erlaubte, war der Weg frei zur Vorentscheidung. Philipp Seybold schnappte sich die Kugel, Buhovac rannte hinterher und das 0:2 war perfekt. Der Flachschuss zirkelte Seybold durch die Beine von Dennis Müller im BSC-Tor. In den Schlussminuten stellte Sebahattin Öztürk mit dem 0:3 den Sieg sicher.

Ein enttäuschter BSC-Coach Zlatan Bajramovic erklärte: „Bis zum 0:1 haben wir das Spiel im Griff. Unsere Torchancen davor hätten wir machen müssen,dann läuft die Partie anders. In der zweiten Hälfte konnten wir nichts mehr zusetzen. Solche Spiele wie heute gibt es im Fußball.

Bahlingen: Müller, Respondek, Adam (61. Nopper), Häringer, Waldraff, Ulubiev, Ilhan (46. Fellanxa), Barella (64. Metzinger), Klein, Buhovac (74. Alihoxha), Sautner. Neckarsulm: Susser, Leonhardt (72. Barini), Kappes, Öztürk, Neupert, Schneckenberger, Klotz, Busch (66. Seybold), Gerstle (81. Marche), Hess, Gotovac. Tore: 0:1 Hess (37.), 0:2 Seybold (70.)., 0:3 Öztürk (84.). Schiedsrichter: Rohwedder (Karlsruhe). Zuschauer: 620. Gelb-Rote Karte: Sautner (75.).

SSV Reutlingen – Bahlinger SC 0:2

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Auch in der vierten Oberliga-Partie in dieser Saison bleibt der Bahlinger SC ohne Niederlage – und zudem ohne Gegentreffer. Beim SSV Reutlingen gelang am Samstag ein verdienter 2:0-Erfolg, der besonders dank einer herausragenden Anfangsphase früh besiegelt werden konnte.

Das Team von Trainer Zlatan Bajramovic begann mit einer offensiven 4-3-3-Formation und übte mit drei Spitzen von der ersten Minute an Druck auf die gegnerische Defensive aus. Selbst bei Temperaturen von bis zu 35 Grad an der Kreuzeiche in Reutlingen war den BSC-Akteuren kein Weg zu weit und man überzeugte mit viel Laufbereitschaft, aber auch mit guten Ideen im Offensivspiel. Und auch das angekündigte Ziel, defensiv die Null weiter zu halten, wurde erreicht.

Es dauerte nur bis zur 6. Spielminute, ehe das frühe Pressing belohnt werden sollte. Nach einer Sautner-Ecke konnte die Reutlinger Defensive einen Kopfball von Yannick Häringer zunächst noch auf der Linie abwehren, doch gegen den Abstauber von Frano Buhovac aus kurzer Distanz waren die Gastgeber machtlos. Und auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte zeigte sich der SSV Reutlingen überraschenderweise ebenso machtlos gegen eine Bahlinger Mannschaft, die Spielfreude auf ganzer Linie ausstrahlte und die Begegnung noch vor dem Seitenwechsel frühzeitig hätte entscheiden können. Barella (8.) Ulubiev (20.) und Ilhan (26.) vergaben ihre guten Gelegenheiten jedoch, um die Führung weiter auszubauen.

Nach 31 Minuten machte es Erich Sautner dann besser, allerdings bezeichnenderweise für den Nachmittag der Gastgeber begünstigt von einem groben Fehler des Reutlinger Außenverteidigers Francis Ubabuike. Sein unbedrängter Befreiungsschlag landete direkt im Fuß von Sautner, welcher sich nicht zweimal bitten und nach einer geschickten Körpertäuschung dankend zum 2:0 einnetzte.

Weil der BSC das Spiel aber nicht früher entscheiden konnte, wurde es im zweiten Durchgang noch einmal spannend. Die Gastgeber kamen besser aus der Kabine und wurden in der 60. Minute beinahe dafür belohnt, aber der auf Seiten der Reutlinger zur Pause eingewechselte Tarik Serour wurde bei seinem Schussversuch im letzten Moment gestoppt und kam im Strafraum zu Fall. Der Unparteiische Marcel Göpferich entschied wider zahlreicher Proteste nicht auf Strafstoß, sondern verwies stattdessen SSV-Kapitän Andreas Mayer nur eine Minute später wegen zu harten Einsteigens mit der gelb-roten Karte vom Feld. Die Partie schien nun entschieden, denn der Bahlinger SC investierte in der zweiten Hälfte nicht mehr als nötig und verwaltete den Zwei-Tore-Vorsprung in Überzahl souverän.

Göpferich sollte allerdings auch kurz vor dem Ende noch einmal im Blickpunkt stehen, als Eric Yahkem einen langen Ball aus dem Mittelfeld vermeintlich mit dem Kopf ins Tor verlängerte. Die Kugel sprang von der Lattenunterkante auf die Linie, von wo aus sie von BSC-Schlussmann Dennis Müller geangelt werden konnte. Auch hier fällten die Unparteiischen ihre Entscheidung zuungunsten der heftig lamentierenden Reutlinger und gaben den Treffer nicht.

„Wir haben trotz unangenehmer Temperaturen heute eine sehr gute Leistung gezeigt“, lobte Bahlingens Co-Trainer Bernd Lupfer sein Team nach dem zweiten Auswärtsdreier der Saison. Sein Gegenüber Jochen Class räumte trotz mangelnden Verständnisses hinsichtlich der Schiedsrichterentscheidungen ebenso ein: „Von uns kam heute viel zu wenig und Bahlingen geht klar verdient als Sieger vom Platz.“

SSV Reutlingen – Bahlinger SC 0:2 (0:2)
Reutlingen: Knauss – Ubabuike (46. Kyei), Haas, Rohr, Schiffel – Hartmann, Eiberger (46. Kuengienda), Golinski, Rohr, Seemann (46. Serour) – Schachtschneider (72. Yahkem).

Bahlingen: Müller – Waldraff, Adam, Buhovac, Respondek – Häringer, Klein, Sautner (81. Alihoxha) – Ulubiev (74. Metzinger), Ilhan (67. Fellanxa), Barella (77. Vrazalica).

Schiedsrichter: Göpferich (Bad Schönborn).

Tore: 0:1 Buhovac (6.), 0:2 Sautner (31.).

Bahlinger SC – SC Freiburg II 0:0

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Der Kaiserstuhl ist für Radsportler ein Trainingsparadies. Das muss man Christian Streich nicht erklären. Der Bundesligatrainer des SC Freiburg drehte vor dem  Auftritt seiner zweiten Mannschaft flink  eine Runde auf seinem Mountainbike.  Den ganz großen Kanten legte ein Bahlinger auf seinem Rennrad zurück, um  pünktlich zum  Derby  im Kaiserstuhlstadion einzutreffen. So gesehen sahen Streich und August Zügel, der sportliche Leiter des BSC, ein totes Rennen. Torlos wie beim letzten Vergleich in der Regionalliga ende  das Duell der beiden Absteiger.

August Zügel ist ein Meister vorausschauender Planung – und mit 66 Jahren ziemlich   fit. Pünktlich um 12 Uhr am Sonntagmittag beendete der Bahlinger Vordenker seine Radtour durch halb Europa vor seinem Haus in Nimburg. Mit vier Radkollegen hatte Zügel in 26 Tagen die 3900 Kilometer vom Nordkapp heimwärts bewältigt  und dabei jeden Schotterweg im Sattel sitzend zurückgelegt. Die  Kollision mit einem Auto überstand er glimpflich, den weitgehend unfallfreien Vortrag seiner BSC-Spieler im Lokalduell beurteilte er diplomatisch: „Ich habe mich einfach gefreut, mal wieder Fußball auf einem grünen Rasen zu sehen.“

Den gepflegteren Ball spielten in der ersten Halbzeit die Gäste. Erstmals in dieser Saison reicherte der Sportclub seine U-23-Vertretung mit vier Spielern aus der Profiabteilung an. Pascal Stenzel und Jonas Föhrenbach besetzten in der Viererkette die Außenstellen, Lukas Hufnagel eine Angriffsposition und Mats Möller Daehli das linke offensive Mittelfeld.

Der Auftritt des quirligen Norwegers spiegelte die Gesamtleistung seiner Elf. Möller Daehli war in seiner Spielfreude vor der Pause  von den Bahlingern kaum zu bändigen und leitete eine Vielzahl  aussichtsreicher Situationen rund um den BSC-Strafraum ein. In Halbzeit zwei übertrieb der Blondschopf zuweilen das Eins-gegen-Eins und verpasste oft den richtigen Zeitpunkt zum Abspiel. Passend dazu kamen die Freiburger nach ein Schlenzerversuch von Möller Daehli (52.) zu keinen echten Tormöglichkeit mehr.

SC-Trainer Christian Preußer konnte sich mit dem Resultat nicht so recht anfreunden: „Wir hatten in der ersten Halbzeit viel Spielkontrolle und gute Tormöglichkeiten.“ Seine Mannschaft verpasste früh die Führung, als Hufnagel nach weitem Pass von Langer freistehend zu drucklos abschloss (2.), Stenzel aus 20 Metern knapp vorbei zielte (13.) und BSC-Keeper Dennis Müller einen Schuss von Marvin Weiss mit einer Glanztat  um den Pfosten drehte (20.) –  es sollte  die größte Chance im  ganzen Spiel bleiben.
Das starke Freiburger Gegenpressing schnürte  den Bahlingern die Luft ab für ein geregeltes Umschaltspiel. So brachten Ballverluste im Spielaufbau die Gastgeber schnell in die Bredouille. „Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein“, folgerte deshalb Yannick Häringer, der auf der Sechserposition neben Tobias Klein wieder unermüdlich rackerte. „Kämpferisch haben wir gut dagegengehalten, spielerisch müssen wir noch eine Schippe drauflegen“, stellte Häringer fest. Dass die Kaiserstühler gerade zu Beginn stark unter Druck gerieten, lag vielleicht auch am Fehlen von Dennis Bührer, der wegen eines Infekts Antibiotika schlucken muss und wohl auch am kommenden Samstag beim SSV Reutlingen aussetzen wird.

Gibt’s dort das fünfte Spiel ohne Gegentor hintereinander für die Bahlinger nach drei Zu-Null-Spielen in der Oberliga und einem im südbadischen Pokal? Trainer Zlatan Bajramovic freute sich am Sonntag über die Torverhinderungsqualität seiner Spieler: „Der vierte Nuller in Folge, die Jungs stellen Rekorde auf.“ Dass es umgekehrt in der Offensive nur interessant wird, wenn bei Standards  langen Recken wie Walter Adam und Frano Buhovac vorrücken, ist dem Trainer natürlich nicht entgangen. Doch die Harmlosigkeit im eigenen Passspiel nimmt Bajramovic vorläufig zugunsten einer kompakten Spielanlage in Kauf: „Es fehlt auch die Kraft, wenn du so intensiv verteidigst“, erklärte der Ex-Profi. Ein verunglückter Befreiungsschlag von Stenzel, der unfreiwillig zum Pressschlag mit Aslan Ulubiev wurde und Keeper Kai Eisele zu einem Reflex zwang, wurde so zum gefährlichsten Moment für Bahlingen (43.).
Nüchtern beurteilten beide Seiten den Saisonstart: „Mit drei der vier Spiele bin ich zufrieden“, sagte Christian Preußer. Die sieben  Punkte des aktuellen Tabellensiebten seien ganz okay, „das Spiel sicher nicht“, relativierte der SC-Coach. Und Bajramovic, dessen punktgleiches Team erst drei Ligaspiele absolviert hat, bat ein wenig Abstand zu nehmen vom Anspruch, im Kaiserstuhlstadion wilde Schützenfeste zu erwarten. „Gibt’s viele Tore und dafür keine Punkte, habe ich im Endeffekt nichts davon.“

Trotz fehlender Tore –  fast 1500 Zuschauer verließen nicht gelangweilt die Ponderosa. Zwei vergebenen Punkten dürften am ehesten die Gäste nachtrauern, die wieder ohne  Ivica Banovic (Achillessehnenprobleme) antraten. Um den Frust aus den Beinen zu bekommen, empfiehlt sich  die Rückkehr an den Kaiserstuhl: zum Radfahren, versteht sich.

Bahlinger SC – SC Freiburg II 0:0
Bahlingen: Müller – Respondek, Buhovac,  Adam, Waldraff (83. Higl) – Fiand, (46. Keller), Klein, Häringer, Ulubiev (72. Ilhan) – Sautner (87. Nopper), Barella.

Freiburg: Eisele – Stenzel, Müller, Langer, Föhrenbach – Weiss, Roth (84. Rüdlin) – Wehrle (76. Lickert), Hufnagel, Möller Daehli – Brünker.

Schiedsrichter: Michael Kempter (Sauldorf)

Zuschauer: 1420.

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Karlsruher SC II – Bahlinger SC 0:1

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Verdiente  drei Zähler sicherte sich der Bahlinger SC  in der Oberliga-Partie beim KSC II. Die Elf vom Kaiserstuhl machte den Auswärtssieg dank eines Freistoßtores von Marco Waldraff (54.) perfekt.

In der ersten halben Stunde neutralisierten sich zwei spielstarke Gegner. Chancen waren dünn gesät. Die erste Halbchance hatte der BSC,  als Waldraff volley über das Tor schoss (21.).  Insgesamt verzeichnete die Bajramovic-Elf ein optisches Übergewicht.  Die erste wirklich gute Chance der Partie hatten jedoch die Gastgeber: Ex-FFCler Ridje Sprich setzte sich im Strafraum durch, verzog aber knapp (49.) Kurz darauf der nächste Hochkaräter – dieses Mal auf Seiten des BSC. Einen Kopfball setzte Mirco Barella an die Latte. Der Bann schien gebrochen. In der 54. Minute nahm Waldraff kurz Anlauf und schlenzte einen Freistoß  ins Eck. Beinahe hätte die KSC-Reserve durch Grupp ausgeglichen, aber BSC-Keeper Dennis Müller parierte glänzend (60.). Nach überhartem Einsteigen im Mittelfeld gegen Walter Adam sah   Lutz glatt Rot (63.). Von  nun an kontrollierte der Regionalliga-Absteiger die Partie sicher.

Karlsruher SC II – Bahlinger SC 0:1
Karlsruhe: Stritzel, Schunke, Sverko (Fossi, 86.), Fahrenholz, Kleinert (74. Krätschmer), Lutz, Hoffmann, Mehlem, Sprich (71, App), Grupp, Frank (62, Luibrand).

Bahlingen: Müller, Respondek (87. Keller), Adam, Häringer, Waldraff, Ulubiev (77. Fiand), Barella (88.Henkel), Bührer, Klein, Buhovac, Sautner (82. Metzinger).

Tore: 0:1 Waldraff (54.).

Schiedsrichter: Ehing (Engen).

Zuschauer: 167.

Rote Karte: Lutz (63./KSC).

Bahlinger SC – 1. Göppinger SV 2:0

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Ein hartes Stück Arbeit war der 2:0-Heimerfolg des Bahlinger SC zum Auftakt gegen Aufsteiger 1. Göppinger SV. Ein Jokertor kurz nach der Pause ließ die Kaiserstühler auf die Siegerstraße einbiegen.

Regionalligaabsteiger gegen Verbandsligaaufsteiger, die Angelegenheit schien auf dem Papier eine klare Sache. Doch weit gefehlt: Zum Auftakt am zweiten Spieltag der Oberligasaison mühte sich der Bahlinger SC zum ersten Sieg. Die Partie vom ersten Spieltag war wegen des Kaiserstuhlcups verlegt worden.

Nein, beschweren dürfen hätten sich die Bahlinger nicht, wenn sie zur Pause mit einem Rückstand in die Kabine gegangen wären. Darüber herrschte Einigkeit zwischen BSC-Coach Zlatan Bajramovic und Gästetrainer Gianni Coveli. Taktisch von ihrem Übungsleiter hervorragend eingestellt präsentierten sich die Gäste, brachten die Kaiserstühler immer wieder ins grübeln. „Leider haben wir versäumt in Führung zu gehen“, wusste Coveli.

Bahlinger SC agiert zu kompliziert

Bahlingen fehlte es an Schwung und Präzision im Spiel nach vorne. „Wir hatten heute keine gute Ballaufnahme“, analysierte Bajramovic. Zu kompliziert agierten die Bahlinger, standen teilweise zu tief, ließen dem Gegner und ließen auf den letzten 30 Metern in Richtung Tor die Genauigkeit vermissen. Die Pässe in die Spitze fanden keine Abnehmer. „Wenn der Pass zum Fehlpass wird, dann muss der zweite Ball besser erkämpft werden“, sprach Bajramovic das Manko seiner Elf an und fügte kritisch an : „Wenn der Sechser zu tief steht, kann das nichts werden.“

Das Chancenplus zur Pause lag klar auf Seiten der Göppinger. Marcel Schmidts Schuss (15.) strich am langen Pfosten vorbei, Kevin Dicklhuber (22.) scheiterte nach einer Ecke von Chris Loser an der Latte – die beste Gelegenheit für die Gäste, die immer wieder mit ihren schnell vorgetragenen Kontern den BSC vor Probleme stellten – und ein weitere Gelegenheit Schmidts (26.) klärte Adam mit vollem Körpereinsatz.

Joker Mirco Barella trifft zur Führung

Bajromivic reagierte in der Halbzeit, brachte Johannes Fiand und Mirco Barella für Piakai Henkel und Vincent Keller und bewies damit ein glückliches Händchen. Acht Minuten nach seiner Einwechslung stach Joker Barella. Eine Ecke von Erich Sautner landete nach einem Göppinger Klärungsversuch beim am Strafraumeck lauernden Barella, dessen strammer Schuss in den Maschen einschlug. Die erlösende Führung für die Kaiserstühler bei denen nun ihre beste Phase einsetzte. Walter Adam und Joseph Konyit behinderten sich gegenseitig beim Kopfball (69.), Sautner stand nach einem Fiand-Lupfer über die Abwehr knapp im Abseits (71.), ein Schuss Sautners wurde an den Pfosten abgelenkt (76.). Eine gute Viertelstunde lief der Ball ordentlich bei den Kaiserstühlern, das 2:0 wollte jedoch nicht fallen und so setzte erneut das große Zittern ein.

Göppingen öffnete, warf noch einmal alles nach vorne, belohnte sich jedoch nicht. Ein Flugkopfball von Tomislav Ivezic landete genau in den Armen von Dennis Müller (86.). „Es tut weh, dass wir uns da nicht belohnt haben“, sagt Coveli nach dem Spiel. So blieb der Schlusspunkt Routinier Dennis Bührer vorbehalten. Oliver Stierle brachte BSC-Neuzugang Michael Respondek nach einem Konter im Strafraum zu Fall, Bührer verwandelte den fälligen Strafstoß sicher (90.+3).

Bahlinger SC – 1. Göppinger SV 2:0
Bahlinger SC: Müller, Keller (46. Barella), Adam, Waldraff, Konyit, Respondek, Bührer, Häringer, Sautner (78. Metzinger), Ulubiev (80. Higl), Henkel (46. Fiand).

1. Göppinger SV: Rombach, Clauß, Ivezic, Nicastro (74. Cerimi), Stierle, Houssou (46. Frölich), Renner (65. Ziesche), Loser, Dicklhuber, Schmidts, Armbruster (82. Petruso).

Schiedsrichter: Dürr (Rohrdorf).

Tore: 1:0 Barella (53.), 2:0 Bührer (90.+3 Foulelfmeter).

Zuschauer: 575

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SBFV-Pokal: Bahlinger SC – FC Denzlingen 1:0

Der Bahlinger SC gewinnt gegen den Verbandsligisten FC Denzlingen mit 1:0 und steht in der nächsten Runde des SBFV-Rothaus-Pokal.

Das einzige Tor des Tages erzielte Abwehrspieler Joseph Konyit per Kopf in der 36. Minute.

Spielbericht folgt!

SBFV-Pokal: FC Auggen – Bahlinger SC 2:3

Der Verbandsligist  FC Auggen erwies sich wie erwartet als schwerer Pokalgegner für den Bahlinger SC. Einen 2:1-Rückstand konnte das Team von Zlatan Bajramovic in der zweiten Hälfte drehen, wobei „Joker“ Mirco Barella in der 78. Minute der Siegtreffer gelang.

Spielbericht folgt!

Statistik
Tore:
0:1 Yannick Häringer (18. Min.)
1:1 Christian Ophoven (37. Min.)
2:1 Steffen Reinecker (43. Min. / FE)
2:2 Dennis Bührer (57. Min. / FE)
2:3 Mirco Barella (78. Min.)

Zuschauer: 800

Schiedsrichter: Tobias Döring