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FC Astoria Walldorf II – Bahlinger SC 1:0

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Man könnte meinen, Spannung habe es beim BSC am letzten Spieltag nicht mehr gegeben, schließlich stand schon vor diesem Samstag fest, dass Bahlingen als Tabellenfünfter in den Sommerurlaub fahren würde. Doch für den Gegner zum Abschluss, die Reservemannschaft der Astoria Walldorf, war vom direkten Abstieg bis hin zum sicheren Klassenerhalt alles noch drin – letztlich sicherten sich die Gastgeber mit einem 1:0-Sieg gegen den BSC den Verbleib in der Oberliga.

„Entscheidend war heute, dass wir unsere klaren Torchancen am Anfang nicht nutzen konnten“, ist sich BSC-Coach Alfons Higl sicher. Denn er sah seine Mannschaft in der Anfangsphase zwar dominant und spielbestimmend, jedoch nicht zwingend genug vor dem Tor – und vor allem nicht effektiv. Was dem BSC fehlte, war nicht etwa der Einsatz und die Leidenschaft, denn laut Higl habe seine Elf „Emotionen und Leidenschaft reingeschmissen“. Vielmehr mangelte es an der sicheren Verwertung im Abschluss, was den BSC „schon die gesamte Rückrunde über begleitet“, so der Bahlinger Trainer selbstkritisch.

So war es ein gegnerischer Akteur, der zum Helden des Nachmittags avancierte: Nicolai Groß, der einzige Walldörfer, der aus der Regionalliga-Mannschaft als Retter eingesetzt worden war, erreichte nach 25 Minuten ein punktgenauer Steilpass auf der linken Seite, den der FCA-Angreifer an Bahlingens Schlussmann Jerome Reisacher vorbei verwandelte. Und es sollte nicht seine einzige Gelegenheit bleiben: Im zweiten Durchgang hätte Groß gleich vier Mal hintereinander (59., 60., 62. und 64.) für die Entscheidung sorgen können, doch je zweimal hinderten ihn entweder Reisacher zwischen den Pfosten oder der rettende Vincent Keller auf der Linie am zweifachen Torerfolg.

So blieb es also bis zum Schluss spannend für die Astoria, da die Konkurrenz auf den anderen Plätzen von unten Druck auf einen Dreier machte. Der BSC wollte den Hausherren den Klassenerhalt aber nicht kampflos überlassen und setzten alles daran, doch noch den Ausgleich erzielen zu können. Obwohl die Kaiserstühler insgesamt mehr vom Spiel und das Gros an Spielanteilen gehabt hatten, sollte ihnen der Punktgewinn zum Abschluss der Saison allerdings verwehrt bleiben. Bahlingen bleibt damit auf Rang fünf, einem soliden Tabellenplatz, wie Trainer Alfons Higl findet: „Wir haben uns relativ früh von unten befreien können und waren so ziemlich schnell auf der sicheren Seite, sodass wir eine gute Rolle spielen konnten“, freute sich der Bahlinger Coach nach der erfolgreichen Rückrunde – und blickt optimistisch in die Zukunft: „Nächstes Jahr haben wir sicherlich die Möglichkeit, noch besser zu werden“.
Robin Meyer

Walldorf: Wieszolek – Fleck, Stenzel, Mohr, Raab (70. Edelmann) – Varese (74. Gouras), Weber, Stojcevski, Geist – Groß (89. Glaser), Becker (68. Kerber).
Bahlingen: Reisacher – Respondek, Adam (46. Higl), Nopper, Keller – Alihoxha, Klein, Häringer, Spiegler (69. Vrazalica) – Bührer, Fellanxa (66. Fiand).
Tore: 1:0 Groß (25.).

Schiedsrichter: Dr. Carl Höfer (Weissach im Tal).
Zuschauer: 100.

Bahlinger SC – SV Sandhausen II 2:2

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Der Bahlinger SC brachte einen Zwei-Torevorsprung nicht ins Ziel. Erich Sautner und Fabian Spiegler trafen für die Kaiserstühler, doch Sandhausen kam im Finale noch zum Ausgleich.

Der Bahlinger SC marschierte im letzten Heimspiel dieser Saison besonders im ersten Abschnitt gleich nach vorne. Artur Fellanxa, Marco Waldraff und Erich Sautner ließen jedoch gute Einschussmöglichkeiten aus. Die Gäste agierten in der Defensive nahezu fehlerlos, kamen jedoch kaum aus der eigenen Spielhälfte heraus. Das Chancenplus des BSC wurde erst kurz vor der Pause belohnt. Vincent Keller hatte eine Flanke auf halblinks gezirkelt. Dort ließ sich BSC-Torgarant Erich Sautner nicht lange bitten. Mit einer satten Direktabnahme ins Tordreieck gab es für Dominik Machmeier im Gästetor nichts zu halten. Lotfi Graidia (44.) hatte für Sandhausen die beste Chance auf dem Fuß. Diese vereitelte Dennis Müller im Heimtor mit einer glänzenden Parade.

Der Bahlinger SC war nach Wiederanpfiff weiterhin die spielbestimmende Elf. Ein weiterer Treffer wollte zunächst nicht gelingen. Erst ein feiner Flachpass von Routinier Dennis Bührer in die Schnittstelle vor dem Gästetor öffnete dazu den Raum. Fabian Spiegler (64.) nutzte diesen und stupfte den Ball clever am herauseilenden Keeper Machmeier zum 2:0 ein. Das schien die Vorentscheidung in einer einseitigen Partie. Doch weit gefehlt. Sandhausen hatte das Spiel noch nicht abgehakt. Mit einem Doppelschlag in den Schlussminuten meldeten sich die abstiegsbedrohten Gäste eindrucksvoll zurück. Zunächst verkürzte Nikolai Bauer freistehend zum 2:1, und kurz danach köpfte Philipp Leimenstoll eine Ecke unbedrängt in die Maschen (2:2). Die Defensivleistung des BSC war in den beiden Szenen fahrlässig bis mangelhaft.

So war auch BSC-Coach Alfons Higl mit dem Ergebnis nicht einverstanden: „Mit einer weniger stabilen Phase kamen wir aus heiterem Himmel wieder aus dem Spiel. Unser guter Fußball wurde mit dem Ergebnis nicht belohnt. Am Ende waren wir nicht hellwach genug und kriegen zwei Tore.“

Tore: 1:0 Sautner (42.), 2:0 Spiegler (64.), 2:1 Bauer (82.), 2:2 Leimenstoll (86.).
Schiedsrichterin: Wacker (Marbach). Zuschauer: 415.

Bahlinger SC II – FC Teningen

Die Bahlinger legten von Beginn an ein ordentliches Tempo vor und erspielten sich eine 2:0-Führung. Kurz vor der Pause hatten die Teninger zwei gute Möglichkeiten, BSC-Schlussmann Reisacher war jedoch auf dem Posten. Nach dem Seitenwechsel fuhren die Kaiserstühler mit zwei weiteren Treffern einen ungefährdeten Erfolg ein. Teningen gelang nur noch der Ehrentreffer in der Nachspielzeit.

Schiedsrichter: Patrick Reinbold (Freiamt)

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 Piakai Henkel (23.), 2:0 Piakai Henkel (35.), 3:0 Aslan Ulubiev (56.), 4:0 Serhat Ilhan (71.), 4:1 Frederik Österreicher (90.+1)

SpVgg Neckarelz – Bahlinger SC 2:1

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Beim Bahlinger SC ist es eine Woche zum Vergessen. Auf das Pokalaus im Halbfinale in Rielasingen am Mittwoch folgte an diesem Samstag nun zusätzlich noch eine verdiente Pleite beim abgeschlagenen Tabellenletzten SpVgg Neckarelz.

Mitunter zu den Hauptgründen zählen sicherlich die 120 kräftezehrenden Pokalminuten und das anschließend bittere Ausscheiden unter der Woche, das jedem der fünfzehn eingesetzten Akteure noch spürbar in den Knochen hing. Auch BSC-Trainer Higl war sichtlich enttäuscht von seiner Truppe: „Nach einer sehr guten Rückrunde habe ich heute eine enttäuschende Leistung der gesamten Mannschaft gesehen. Kein Spieler hat auch nur annähernd seine Normalform zeigen können.“

Für den neutralen Beobachter ist nicht nur das Ergebnis selbst angesichts der selten deutlichen Vorzeichen (fünfter Tabellenplatz gegen fünf Punkte) überraschend, sondern auch die Tatsache, dass die Spielvereinigung sich den ersten Dreier seit August vergangenen Jahres und zudem den ersten unter Trainer Marc Ritschel redlich verdient hatte. „Das Ergebnis geht in Ordnung. Heute habe ich es einfach vermisst, meiner Mannschaft anzusehen, dass sie siegen wollte“, sah sein Gegenüber Alfons Higl nach Spielschluss ein.

Von Beginn an kamen die Gastgeber besser ins Spiel und starteten überraschend mutig. Immerhin konnte man nach dem bereits feststehenden Abstieg in die Verbandsliga befreit aufspielen, denn man wollte die letzten Oberliga-Partien genießen und sich würdig verabschieden. Bereits nach fünf Minuten hatten Neckarelz die erste Großchance, als Simon Fertig frei zum Abschluss kam, allerdings an einem guten Reflex von BSC-Schlussmann Dennis Müller scheiterte. Doch auch in der Folge waren die Hausherren spielbestimmend und dem Führungstor zur Begeisterung der überschaubaren rund 80 Besuchern dem Führungstor näher als die Bahlinger Gäste. Spätestens, als Aiman Kurt fünf Minuten vor dem Seitenwechsel nur noch am Pfosten scheiterte, lag das 1:0 endgültig in der Luft.

Nachdem sich sein Sohn Felix in der 43. Minute per Ampelkarte vorzeitig unter die Dusche verabschiedet hatte, musste Trainer Higl in der Pause reagieren und wechselte gleich dreifach. Mit frischem Wind und einer wirkungsvollen Ansprache kam der BSC prompt besser wieder zurück aufs Feld und ging nach 59 gespielten Minuten durch die sehenswerteste Kombination des Nachmittags sogar in Führung – Ergi Alihoxha konnte eine punktgenaue Flanke von Marco Waldraff am zweiten Pfosten mühelos ins Tor einschieben.

Doch nur sechs Minuten später klingelte es auch auf der Gegenseite: Aiman Kurt profitierte davon, dass sich Bahlingens Torhüter Dennis Müller bei einer Flanke des SpVgg-Kapitäns Abedin Krasniqi verschätzte, und köpfte den Ball so ins leere Tor ein (65.). Da die Begegnung in der Folge immer mehr abflachte und wenige Höhepunkte bot, deutete schon alles auf einen umjubelten Punktgewinn der Gastgeber hin, doch Aiman Kurt verdreifachte diesen sechs Minuten vor Ablauf der Spielzeit sogar noch und verwandelte einen Fehler in der Defensive der Kaiserstühler zum gefeierten 2:1-Siegtreffer. „Die Anspannung ist raus, und nachdem nun unser Saisonziel nicht gelungen ist, steckte heute natürlich jede Menge Enttäuschung in unserem Spiel drin“, erklärte Higl. „Doch das ist für mich noch lange kein Argument dafür, dass man nicht mehr alles abruft.“

Neckarelz: Deter – Smiljanic, Frey, Artun, Kizilyar (79. Johann) – Ahmeti (71. Huck), Fertig, Luck – Schmidt, Krasniqi (71. Cardal), Kurt.

Bahlingen: Müller – Waldraff, Klein, Nopper, Respondek (46. Adam) – Alihoxha (80. Fiand), Higl, Häringer, Fellanxa (46. Keller) – Sautner, Spiegler (46. Bührer).

Tore: 0:1 Alihoxha (59.), 1:1 Kurt (65.), 2:1 Kurt (84.).

Gelb-Rot: Higl (43./Bahlingen/wiederholtes Foulspiel).

Schiedsrichter: Andreas Rinderknecht (Ergenzingen).

Zuschauer: 80.

Pokal-Aus: 1. FC Rielasingen-Arlen – Bahlinger SC 2:2 n.V.

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Aus geologischer Sicht gibt es zwischen dem Hegau und dem Kaiserstuhl viele Gemeinsamkeiten. Beide Gebirge sind vor rund 14 Millionen Jahren im Tertiär entstanden, beide sind vulkanischen Ursprungs und über die gleiche Bruchzone der Erdkruste verbunden. So verwunderte es nicht, dass am Mittwochabend Eruptionen der besonderen Art die Talwiese des Hegau-Orts Rielasingen erschütterten. Freilich nur bei den ausgelassen feiernden Gastgebern des 1. FC Rielasingen-Arlen. Mit einem 2:2 (2:2, 1:1) nach Verlängerung erreichte der klassentiefere Verbandsligist gegen den Oberligisten Bahlinger SC das Finale im südbadischen Fußballpokal. Hier treffen die Rielasinger am 25. Mai (Christi Himmelfahrt) in Villingen auf den Landesligisten VfR Hausen.

Für die bizarren Vulkankegel des Hegaus hatten die Kaiserstühler aus Bahlingen vor dem Halbfinale keinen Blick. Sie interessierte nur die dritte Finalteilnahme in fünf Jahren, nachdem sie im vergangenen Jahr, ebenfalls in einem verlegten Halbfinalspiel, dem FC 08 Villingen unterlegen waren (0:1).

Geschichte wiederholt sich aber manchmal doch. Michael Respondek (6.) und Fabian Spiegler (7.) ließen die ersten Chancen für die favorisierten Gäste liegen, und dann rutschten die Rot-Weißen nicht nur auf dem glitschigen Rasen aus: Rielasingen ging mit einem kapitalen 22-Meter-Knaller von Christoph Matt wie aus dem Nichts in Führung (13.). Und so entwickelte sich die klassische David-gegen-Goliath-Story: Bahlingen blieb selbst bei Eins-Gegen-Eins-Situationen vor dem Tor erfolglos (Erich Sautner/23.), Rielasingen kämpfte beherzt, ließ sich durch den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich von Yannick Häringer (39.) nicht beeindrucken – und schlug nach dem Seitenwechsel zurück: Sebastian Stark schob eine Flanke von Robin Niedhardt am langen Pfosten zur erneuten Führung ein (67.).

Bahlingen antwortete durch einen feinen Abschluss von Marco Waldraff ins lange Eck zum 2:2 (72.). Sollte das Spiel nun kippen? Einer hatte was dagegen: FC-Keeper Dennis Klose, ausgebildet in der Fußballschule des SC Freiburg, vereitelte bis zum Ende der Verlängerung auch bei Unterzahl eine BSC-Chance nach der anderen. Glück hatte der Rielasinger Keeper, als sein Wadentreffer an Erich Sautner in der Nachspielzeit nicht mit einem Elfmeter geahndet wurde. So schied beim Remis nach Verlängerung die klassenhöhere Mannschaft aus. BSC-Coach Alfons Higl haderte mit der fehlenden Kaltschnäuzigkeit im Abschluss: „Wir haben sicher 20 Torchancen ausgelassen. Im Abschlussverhalten fehlten Überzeugungskraft und Entschlossenheit.“

Tore: 1:0 Matt (13.), 1:1 Häringer (39.), 2:1 Stark (67.), 2:2 Waldraff (72.). Schiedsrichter: Gerspacher (Kandern). Zuschauer: 900. Gelb-Rote Karte: Matt (109./ Rielasingen).

Bahlinger SC – FV Ravensburg 2:1

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Mit dem achten Dreier aus den zurückliegenden zehn Spielen haben die Bahlinger einen Tabellenkonkurrenten im direkten Vergleich wohl endgültig distanziert und ihren fünften Tabellenplatz zementiert. Dass die Kaiserstühler dabei einen frühen Rückstand drehten, sollte ihnen vor dem Halbfinale im südbadischen Pokal am Mittwoch, 18 Uhr, beim Verbandsligisten 1. FC Rielasingen-Arlen weiter Auftrieb geben.

Wegbereiter für den 16. Bahlinger Saisonsieg war Erich Sautner, der zunächst zum Ausgleich traf und später den Siegtreffer von Michael Respondek auflegte. Die Gäste, die am vergangenen Mittwoch im Halbfinale des württembergischen Pokals dem Regionalligisten Stuttgarter Kickers mit 2:5 unterlegen gewesen waren, gingen mit einem umstrittenen Foulelfmeter in Führung:  Ex-SC-Spieler Rahman Soyudogru traf zum 0:1, nachdem BSC-Keeper Dennis Müller beim Herauslaufen gegen den heraneilenden Felix Widmann etwas ungestüm agiert hatte (9.).

Den Rückstand steckte Bahlingen gut weg.  Mit viel Spielfreude drängte das Heimteam die Gäste in ihre Hälfte, das sollte sich auszahlen: Ein Zuckerball von Erich Sautner – er hatte an der Strafraumgrenze abgefeuert –  kullerte vom Innenpfosten zum 1:1 in die Maschen (14.). Nach einer halben Stunde bügelte Walter Adam auf der Torlinie einen Fehler von Keeper Müller gegen den  Nachschuss von Soyudogru aus.  Bahlingen agierte indes  besonders über die Außenbahnen und im Zweikampf überlegen, ohne daraus bis zur Pause weiteres Kapital zu schlagen.

In der zweiten Halbzeit vergab zunächst Ergi Alihoxha für die Rot-Weißen zwei gute Möglichkeiten.  Bis zur nächsten Chance musste der BSC-Anhang etwas warten, konnte dann aber gleich jubeln: Sautner legte am Sechzehner fein auf Michael Respondek, dessen Flachschuss   wie an der Schnur gezogen zum 2:1 einschlug (74.). Die insgesamt mäßige Partie blieb bis zum Schlusspfiff weiter offen und der Vorsprung knapp. Bahlingen ließ aber hinten nichts mehr zu, der FV Ravensburg wirkte zu zögerlich, um noch einen Punkt mitzunehmen.

„Meine Mannschaft hat heute alles rausgehauen, was ging“, sagte der Bahlinger Trainer Alfons Higl nach der Partie.  Ein individueller Fehler habe zum Rückstand geführt, doch anschließend sei die Ordnung  erhalten geblieben. „Das war sonst oft anders“, so Higl.  „In Halbzeit zwei haben wir uns reingebissen und eine unserer Chancen zum Siegtreffer genutzt. Das Ergebnis ist zwar knapp aber hoch verdient.“
Der Ravensburger Trainer Wolfram Eitel bekannte, dass die Woche nach dem Pokalaus  schwierig gewesen sei: „Das haben wohl nicht alle Spieler aus dem Kopf bekommen.“ Trotzdem sei man 1:0 vorne gelegen, „und mit unseren Kontern wäre noch mehr möglich gewesen“, so Eitel. „Die technische Qualität von Bahlingen ließ uns oft wenig Zugriff und mit dem 2:1 waren wir letztlich noch gut bedient.“
Bahlinger SC  – FV Ravensburg 2:1 (1:1)
Bahlingen: Müller, Respondek, Adam, Nopper, Häringer, Waldraff, Fellanxa (87. Fiand), Keller, Alihoxha (87. Vrazalica), Sautner (75. Henkel), Higl (64. Spiegler).

Ravensburg: Mesic, Soyudogru, Altmann, Hörtkorn, Schäch, Fiesel (90. Kraus), Wohlfarth (77. Reiner), Widmann (65. Zimmermann), Gbadamassi, Klotz (46. Henning), Toprak.

Tore: 0:1 Soyudogru (9./Foulelfmeter), 1:1 Sautner (14.), 2:1 Respondek (74.).

SR: Boyette (Schwetzingen).

ZR: 635.

SV Stuttgarter Kickers II – Bahlinger SC 4:5

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Bis heute Morgen hatte manch einer am Kaiserstuhl vermutlich noch geglaubt, Festivals gebe es in dieser Gegend nur in Canstatt. Andere hatten sich nach der ebenso torreichen wie bis zum Schluss spannenden 4:3-Hinspielniederlage wahrscheinlich keine großen Hoffnungen darauf gemacht, heute ein noch größeres Spektakel erleben zu können. Beide sollten an diesem regnerischen Nachmittag in der baden-württembergischen Landeshauptstadt vom Gegenteil überzeugt werden – in einer Partie, der das Attribut „spektakuläres Torfestival“ wohl nicht einmal gerecht wird.

Nicht nur mit neun Treffern wurden die rund 40 Zuschauer entschädigt, sondern auch mit einem spannenden Fußballspiel von der ersten bis zur letzten Minute. Denn bereits nach nur sechs Minuten brachen die Kickers durch einen sehenswert direkt verwandelten Freistoß von Maximilian Eiselt den Bann und warfen den BSC damit komplett aus dem Konzept. Unterstützt wurde das zusätzlich durch die verletzungsbedingte Umstellung nach etwas mehr als zehn Minuten, als Angreifer Mirco Barella mit einer Blessur am rechten Fuß ausgewechselt werden musste. „Wir haben uns dennoch weiter ins Spiel gekämpft und es dann auch gut unter Kontrolle bekommen“, bilanzierte Bahlingens Trainer Alfons Higl. „Demnach haben wir verdient ausgeglichen.“

Denn nach einer weitgehend ereignisarmen Phase der Begegnung, in der Bahlingen einen Tick besser war und sich zunehmend den Ausgleichstreffer erarbeitete, durften die Kaiserstühler dank des Treffers von Yannick Häringer wie schon vergangenes Wochenende in Hollenbach kurz vor dem Seitenwechsel schließlich jubeln. Doch augenscheinlich hatte man sich schon mit einem Remis zur Pause abgefunden und musste so durch einen „Konzentrationsfehler“, wie Higl die Szene bezeichnete, in der zweiten Minute der Nachspielzeit den erneuten Rückstand schlucken.

Als dann direkt nach Wiederbeginn auch noch das 3:1 durch den starken Enis Küley fiel, schienen die Kickers Kurs auf die Siegerstraße zu nehmen. „Normalerweise ist eine Mannschaft nach dem 3:1 geschlagen, aber es spricht für uns und unsere Moral, dass es bei uns anders war“, lobte Coach Higl seine Truppe. Denn mit dem nun einsetzenden Regen setzte auch der Sturmlauf des Bahlinger SC ein – und dieser hatte es in sich, denn in neun Minuten drehten die Gäste den Zwei-Tore-Rückstand zu ihren Gunsten. Zunächst köpfte Walter Adam nach einer Ecke den Anschluss (61.), dann war Fabian Nopper bei einem weiteren Eckstoß am zweiten Pfosten zur Stelle (68.). Bei beiden Standards waren die Bahlinger Innenverteidiger von den Stuttgartern sträflich alleine gelassen worden – ebenso wie Ergi Alihoxha, der nach 70 Minuten die Wende durch einen schnellen Sprint in die Spitze im richtigen Moment letztendlich vollendete. In jenen neun Minuten avancierte Erich Sautner zum Spieler des Spiels, der bei allen drei Treffern als Vorbereiter glänzte.

Als Fabian Spiegler fünf Minuten vor dem Ende nach einem blitzsauberen Konter auch noch das 5:3 erzielte, schien das Spiel vermeintlich entschieden. Doch in einer verrückten Begegnung sorgte die Kickers-Reserve in der 88. Minute noch einmal für den Anschluss und für eine spannende vierminütige Nachspielzeit, über die Bahlingen den 5:4-Vorsprung jedoch verdient retten konnte. Entsprechend erfreut zeigte sich Higl, der „vor der Mannschaft, ihrer Einstellung und ihrer Moral“ den Hut ziehe, gedanklich bereits beim Pokal-Halbfinale am Mittwoch in Rielasingen – für das er sich etwas weniger Festival-Charakter wünscht als heute, aber dafür sicherlich ähnlich viele Bahlinger Treffer wie bei den letzten beiden Auswärtsspielen.

Stuttgarter Kickers II – Bahlinger SC 4:5 (2:1)
Stuttgart: Schneck – Eiselt, Doufas, Romano (46. Sautter), Barisic – Oubeyapwa (83. L. Vochatzer), V. Vochatzer, Metzler, Pollex (78. Ketsemenidis) – Diakité (83. Bode), Küley.

Bahlingen: Müller – Waldraff, Adam, Nopper, Keller (59. Alihoxha) – Higl (69. Fellanxa), Bührer, Häringer, Respondek – Barella (13. Spiegler), Sautner (75. Fiand).

Tore: 1:0 Eiselt (6.), 1:1 Häringer (42.), 2:1 V. Vochatzer (45.+2.), 3:1 Küley (47.), 3:2 Adam (61.), 3:3 Nopper (68.), 3:4 Alihoxha (70.), 3:5 Spiegler (85.), 4:5 Bode (88.).

Schiedsrichter: Kempter (Sauldorf).

Zuschauer: 40.

FSV Hollenbach – Bahlinger SC 2:5

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Es müssen nicht immer nur die Stürmer sein, die die Tore erzielen. Beim 5:2 des Bahlinger SC in Hollenbach an diesem Samstag bewiesen vor allem die Spieler aus den hinteren Reihen ihre Qualitäten vor dem gegnerischen Tor – so gingen gleich vier der fünf BSC-Treffer auf das Konto von etatmäßigen Defensivspielern. Diese trugen maßgeblich dazu bei, dass sich ein Spiel, das anfangs noch nach einem klassischen 0:0 aussah, in ein Sieben-Tore-Spektakel verwandeln sollte.

Vor dem Seitenwechsel sah es nämlich noch ganz und gar nicht danach aus, als nehme die Begegnung einen derart torreichen Verlauf an. In der ersten Halbzeit fehlte beiden Mannschaften der Spielwitz, vor allem auch, weil der abstiegsbedrohte FSV Hollenbach die Räume engmachte – um eben jene Torflut zu verhindern. Entsprechend der eng gestaffelten Abwehrreihe der Gastgeber und dem ballbesitzorientierten Aufbauspiel des BSC plätscherte die Partie 44 Minuten lang auf eher mauem Niveau und vor ähnlich mauer Kulisse erst einmal nur so vor sich hin.

Kurz vor der Pause sorgte Dennis Bührer allerdings für die möglicherweise spielentscheidende Szene des Nachmittags: Ein von ihm selbst initiierter Angriff fand letztlich an der Strafraumkante wiederum in dem Bahlinger Mittelfeldallrounder sein Ende, der den Ball am bereits geschlagenen Hollenbacher Schlussmann vorbei im Tor unterbringen konnte. „Das war der Türöffner für unsere zweite Halbzeit“, freute sich der Torschütze über seinen vierten Saisontreffer in der laufenden Spielzeit. Und in der Tat: Die Hausherren waren nun gezwungen, ihre eiserne Defensive zu öffnen, was dem konterfreudigen Bahlinger SC Platz und Räume eröffnete. Ein aus einem Konter heraus entstandener Freistoß führte schließlich auch zum 2:0, das Walter Adam aus kurzer Distanz abstauben konnte (51.).

Wer nun aber glaubte, der Tabellenvorletzte hätte bereits aufgegeben, wurde eines Besseren belehrt. Der FSV steckte nicht auf und wurde für sein Engagement nach 63 Minuten belohnt, als Fabian Czaker völlig alleine gelassen wurde und ebenso überlegt wie platziert zum 1:2 verkürzte. Nur acht Minuten später folgte jedoch der erneute Rückschlag, als sich Johannes Volk in eine Flanke von Erich Sautner warf und diese regelwidrig mit der Hand abwehrte. Die Szene war unstrittig, Volk verbarg noch im selben Moment sein Gesicht schuldbewusst im eigenen Trikot. Während FSV-Schlussmann David Jach den fälligen Strafstoß von Yannick Häringer noch an die Latte abwehren konnte, war er gegen den Nachschuss von Dennis Bührer aber machtlos und der BSC somit wieder mit zwei Toren davongezogen.

Als der eingewechselte Mirco Barella das Ergebnis zehn Minuten vor dem Ende auch noch auf 4:1 schraubte, schien die Begegnung endgültig entschieden. Doch keine 60 Sekunden nach dem vierten Bahlinger Tor gelang Julian Schiffmann mit einer sehenswerten Freistoß-Bogenlampe noch einmal der Anschluss (80.). Das beeindruckte auch BSC-Coach Alfons Higl: „Hollenbach hat vorbildlich gefightet und eine sehr gute Moral an den Tag gelegt“, lobte er einen Gegner, der bis zur letzten Minute nicht aufgab.

Spätestens mit dem 5:2 durch Fabian Nopper in der zweiten Minute der Nachspielzeit waren jedoch auch die allerletzten Hoffnungsschimmer beseitigt und der dritte Auswärtsdreier des Bahlinger SC in Folge sicher. Trotz der Hollenbacher Kampfbereitschaft hatte auch Higl letztlich keine Zweifel am Verdienst des Sieges: „Wir haben besser nach vorne gespielt und waren individuell besser besetzt. Daher haben wie dieses Spiel auch hochverdient gewonnen.“ Und wenn seine Verteidiger heute Spaß am Knipsen gefunden haben, werden die BSC-Fans in den verbleibenden fünf Partien der Saison wohl noch ein paar Treffer bejubeln dürfen.

FSV Hollenbach – Bahlinger SC 2:5
Hollenbach: Jach – Hofmann, Walz, Zeller (64. Hutter), Nierichlo (46. Michael Kleinschrodt) – Schiffmann, Volk, Nzuzi, Martin Kleinschrodt (78. Albert) – Czaker, Uygun.

Bahlingen
: Müller – Waldraff, Adam, Nopper, Keller – Bührer, Klein, Häringer (82. Alihoxha), Respondek (64. Fellanxa) – Spiegler (60. Barella), Sautner (78. Fiand). Tore: 0:1 Bührer (45.), 0:2 Adam (51.), 1:2 Czaker (63.), 1:3 Bührer (69.), 1:4 Barella (79.), 2:4 Schiffmann (80.), 2:5 Nopper (90.+2.).

Schiedsrichter
: Iby (Neuhausen).

Zuschauer: 170.

FC Heitersheim – Bahlinger SC II

Bahlingen trat mit einer starken Elf auf und zeigte ein gutes Spiel. Nachdem die Kaiserstühler eine Großchance liegen gelassen hatten (10.), nutzte Sebastian Gerhardt einen Torwartfehler zum 1:0. Dank zweier Standardsituationen zog Heitersheim auf 3:0 davon. Nach der Pause war Bahlingen am Drücker und glich innerhalb von fünf Minuten aus, konnte aber keinen weiteren Treffer anbringen. In der Schlussminute wurde Mirco Philipp im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter nutzte Philipp Anton zum ebenso späten wie glücklichen Siegtor.

Schiedsrichter: Martin Wilke (Merzhausen)

Zuschauer: 150

Tore: 1:0 Sebastian Gerhardt (14.), 2:0 Julien Fünfgeld (33.), 3:0 Philipp Anton (45.), 3:1 Johannes Fiand (59.), 3:2 Johannes Fiand (62.), 3:3 Anes Vrazalica (64. Handelfmeter), 4:3 Philipp Anton (90. Foulelfmeter)

Bahlinger SC – FSV 08 Bissingen 0:1

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Eine Unachtsamkeit in der Bahlinger Abwehr reichte aus –  schon war die kleine Erfolgsserie der Kaiserstühler hinfällig. Nach vier Siegen in Serie kassierte der BSC mal wieder eine Niederlage, die so unnötig war wie die Suche nach dem Weihnachtsbaum in vorösterlichen Tagen. Immerhin: Mit ihren vielen lichten Momenten bewegten sich die Gastgeber auf Augenhöhe mit dem  bestens ausbalancierten Spiel des Meisterschaftsanwärters aus  Bissingen, der nach Punkten wieder mit dem Tabellenführer SC Freiburg II gleichzog.

Es passte ins Bild, dass die Rasensprenganlage in der Halbzeitpause einen kleinen Regenbogen über das Grün  malte. Die Ästhetik des Spiels animierte  die 810 Zuschauer im Kaiserstuhlstadion   immer wieder zu offenem Szenenapplaus. Selbst Schiedsrichter Felix Ehing verarbeitete zwischendurch mit feinem Fuß einen hohen Ball zu einem formvollendeten Flachpass für einen Einwurf. Es war einer dieser Tage, an dem beide Mannschaften Fußball spielen und nicht malochen wollten. Dabei sprangen nicht mal viele Torchancen heraus. Und weil die Bahlinger zwei davon nach der Pause liegen ließen, kassierten sie ihre zweite Niederlage unter dem seit Winter    verantwortlichen Trainer Alfons Higl.

„Die Augenblicke waren nicht für uns“, fasste Higl die Ereignisse der zweiten Halbzeit zusammen. Bis dahin hatten beide Mannschaften zwar ansehnlich den Ball laufen lassen, die aufmerksamen Abwehrreihen erstickten indes bis zur Pause  fast alle torgefährlichen Aktionen im Keim. Bis auf zwei Ausnahmen: Nach fünf Minuten prüfte Dennis Bührer, frei gespielt durch Erich Sautner mit  flinkem Doppelpass,  aus 16 Metern den Bissinger Schlussmann Sven Burkhardt. Kurz vor der Pause lenkte auf der anderen Seite Keeper Dennis Müller einen Schuss des frei auf ihn zulaufenden Marian Asch zur Ecke, nachdem  der Ball vor Innenverteidiger Fabian Nopper versprungen war.

Nach dem Seitenwechsel lag zweimal die Bahlinger Führung in der milden Frühlingsluft: Erst verzog Erich Sautner nach Hackentrick-Kombination mit Fabian Spiegler am kurzen Eck vorbei (54.), dann blieb der Tunnelversuch von Spiegler nach weitem Pass von Yannick Häringer gegen Burkhardt erfolglos (60.).

„Gegen Bissingen bekommst du nicht viele Chancen, eine davon musst du halt nutzen“, sagte Marco Waldraff. Der eingewechselte Außenverteidiger war  an der entscheidenden Szene des Spiels beteiligt. Nach einem Bissinger Befreiungsschlag blieb Innenverteidiger Walter Adam stehen, sodass Waldraff ins Duell  mit Marius Kunde musste.    Dass der quirlige FSV-Angreifer kurz vor seinem erfolgreichen Torschuss die Hände gegen Waldraff zur Hilfe nahm, ließ Referee Ehing kalt. „Man kann das abpfeifen, ich kann den Zweikampf aber auch gewinnen“, sagte Waldraff selbstkritisch. Das wahre Missgeschick sei aber vorher passiert „Wir standen zu hoch in der Viererkette“,   argumentierte der lauffreudige Linksfuß, dem kurze Zeit später bei einer unglücklichen Fußabwehr fast noch ein Eigentor unterlaufen wäre. Der Ball prallte vom Kreuzeck des BSC-Tores zurück ins Feld.

Die Bahlinger Versuche, mit  weiteren Offensivspielern (Fellanxa, Barella, Alihoxha) noch etwas am Ergebnis zu drehen, blieben erfolglos. Dennoch war Higl nicht unzufrieden mit der Vorstellung seiner Elf: „Wir haben gezeigt, dass wir in allen Belangen mithalten können. Das stimmt mich positiv für die Zukunft.“

Zukunft? Hat jemand, der so den Horizont absteckt, nicht gedanklich bereits  beim BSC verlängert?  Nein,  machte Higl klar.  Man werde sich in den kommenden Tagen zusammensetzen und  bereden, ob er über die laufende Spielzeit hinaus weitermacht. Immerhin ließ Higl durchblicken: „Es spricht nichts dagegen, was zwischen mir und dem Verein unvereinbar wäre.“ Dass die neue Spielkultur, die   Higl an der Poderosa initiiert hat, bei den Protagonisten auf dem Feld gut ankommt, bestätigte Waldraff: „Wir würden uns freuen, wenn er weitermacht.“ Selbst gestandene Akteure wie Yannick Häringer hätten unter ihm noch mal einen Leistungssprung gemacht. Higl könne seine professionelle Erfahrung auf das Amateurwesen übertragen. Und: „Er kann Momente gut antizipieren und erstickt Probleme im Keim“, hat Waldraff erkannt.

Bahlinger SC – FSV 08 Bissingen 0:1 (0:0)
Bahlingen: Müller; Keller, Nopper, Adam, Respondek (73. Alihoxha);  Spiegler, Häringer, Klein, Bührer (59. Waldraff), Higl (65. Fellanxa);   Sautner (67. Barella).

Bissingen: Burkhardt; Buck, Reich, Ngo, Williams; Wöhrle, Schmiedel; Gorgoglione (73. Milchraum), Kunde (82. Toth), Asch (73. Wiens), Lindner (71. Sanchez).

Tor: 0:1 Kunde (62.).

Schiedsrichter: Ehing (Engen)

Zuschauer: 810

Viertelfinale SBFV-Pokal: Bahlinger SC – SV Endingen 4:2

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Die Fußballwelt am Kaiserstuhl ist nicht aus den Angeln gehoben worden. Erwartungsgemäß setzte sich der Bahlinger SC im Viertelfinale des südbadischen Pokals gegen den benachbarten Verbandsligisten SV Endingen nach regulärer Spielzeit mit 4:2 (1:1) durch. Der BSC ist als einziger verbliebener Oberligist in der Vorschlussrunde der große Favorit auf den Pokalsieg.

Zu Beginn spritzte zwar der Ball bei Flachpässen über den  üppig  gewässerten Rasen des Kaiserstuhlstadions, Spielfreude versprühten beide Teams vor 1320 Zuschauern aber kaum –  bis eine Flanke von Michael Respondek den Kopf des Bahlingers Artur Fellanxa erreichte, dessen Aufsetzer aber genau auf den Endinger Schlussmann Ron Fahlteich platziert war (29.). Keine Minute später war der Torerfolg für Fellanxa nur Formsache, nachdem Erich Sautner den Ball an Fahlteich vorbei vors leere Tor gespitzelt hatte.

Der Favorit, der mit Ballkontrolle und sicherem Passspiel unaufgeregt wie die Ansagen seines Trainers Alfons Higl zu Werke gegangen war, führte standesgemäß. Doch völlig unvermittelt fiel vor der Pause der Ausgleich: Bei einem verirrten Querpass durch den Bahlinger Strafraum zögerte Keeper Dennis Müller. Florian Metzinger krallte sich den Ball, der nach Müllers vergeblicher Handabwehr zum 1:1 über die Torlinie trudelte (40.).

Bahlingen war gefordert –  und lieferte: Elegant nahm Sautner einen Pass von Yannick Häringer mit dem Außenrist an und rammte den Ball aus 14 Metern zum 2:1 in den Winkel (53.). Nachdem Schiedsrichter Luigi Satriano eine elfmeterreife Situation im BSC-Sechzehner mit dem zu Fall gekommenen Ex-Bahlinger Nico Beck nicht geahndet hatte (62.), schien die Partie gelaufen, weil Robert Kerek eine Flanke von Marco Waldraff unglücklich zum 1:3 ins eigene Tor drückte (65.).

Doch Endingen gab sich nicht auf. Und Bahlingen wirkte hinten anfällig: Der eingewechselte Wadim Dell sorgte mit seiner ersten Ballberührung nach einem Freistoß für das 2:3. „Dann fällt das vierte Tor für die Bahlinger zu schnell, ehe die richtig ins Wanken kommen“, stellte SVE-Innenverteidiger Manuel Gleichauf fest. Kapitän Tobias Klein drückte eine Kopfballvorlage von Fabian Nopper aus kurzer Entfernung über die Linie (78.).

Die Kräfte der Blau-Weißen aus der Nachbargemeinde waren erlahmt, für die Rot-Weißen traf Dennis Bührer bei einem Konter noch die Latte (88.). „Wir können erhobenen Hauptes vom Platz gehen“, sagte SVE-Coach Axel Siefert. „Der Bahlinger Sieg ist verdient. Kriegen wir den Elfmeter, hätte das Spiel kippen können.“ Alfons Higl war über die Leistungssteigerung nach der Pause erfreut, wenngleich er sich mehr Souveränität gewünscht hätte: „Wir haben Endingen ins Spiel gebracht und mehrfach eingeladen.“

Tore: 1:0 Fellanxa (29.), 1:1 Metzinger (40.), 2:1 Sautner (53.), 3:1 Eigentor Kerek (65.), 3:2 Dell (76.), 4:2 Klein (78.). Schiedsrichter: Satriano (Zell i.W.). Zuschauer: 1320.

Bahlinger SC II – SV Munzingen 2:0

Beide Mannschaften zeigten in der ersten Halbzeit ein schnelles, aber etwas fehlerbehaftetes Spiel, durften aber auch gute Möglichkeiten zur Führung notierten. Die Bahlinger kamen besser aus der Kabine und gingen durch Aslan Ulubiev in Führung. Nur drei Minuten später legte Jonas Siegert das 2:0 nach. BSC-Kapitän Bühler traf die Latte. Danach fanden die Munzinger zurück ins Spiel, konnten aber beste Chancen (77., 89.) nicht im Tor unterbringen.

Schiedsrichter: Lukas Kefer (Teningen) – Zuschauer: 60
Tore: 1:0 Aslan Ulubiev (50.), 2:0 Jonas Siegert (52.)

Quelle: www.fupa.net

SV Oberachern – Bahlinger SC 0:2

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Es bleibt dabei, der weiter stark abstiegsgefährdete SV Oberachern kann gegen den Bahlinger SC einfach nicht gewinnen. Nach dem 0:1 Pokal-Aus im November zogen die Achertäler erneut den Kürzeren gegen einen lange Zeit stark aufspielenden Regionalligaabsteiger.

Seit Alfons Higl beim BSC auf der Bank sitzt, geht es bei den Kaiserstühlern steil bergauf. Kein Wunder, dass er sich hinterher mehr als zufrieden präsentierte: „Wir haben heute ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht und verdient drei Punkte geholt“.

Seinem Gegenüber Thomas Leberer hingegen stand die Enttäuschung tief ins Gesicht geschrieben: „Wer so wie wir in der ersten Halbzeit agiert, hat einen Sieg auch nicht verdient. Nach guter Anfangsphase fehlte bei einigen einfach der Willen“. In der Tat müssen sich die Achertäler in den noch verbleibenden sieben Spielen gewaltig steigern, sonst führt der Weg nach dem zweiten Oberligajahr wieder zurück in die Verbandsliga.

Wenn man dem Bahlinger SC an diesem Tag überhaupt einen Vorwurf machen kann, dann nur den, dass er in Durchgang zwei einen Gang zurück schaltete. „Das zweite Tor hätte früher fallen können“, bemängelte Coach Higl.

Zehn Minuten lang sahen die 410 Zuschauer im Oberacherner Waldseestadion eine noch ausgeglichene Partie, doch dann übernahmen die Gäste vom Kaiserstuhl mehr und mehr die Initiative. Ein Schuss von Cedric Krebs sollte bis zur Pause die einzige auch nur ansatzweise gefährliche Aktion der Gastgeber (29.) bleiben. Bahlingens Keeper Dennis Müller war in diesem Zeitraum so gut wie beschäftigungslos, weil die Elf von Ex-Profi Alfons Higl alles im Griff hatte und dem SVO in wirklich allen Belangen überlegen war.

In Minute 23 traf Winterneuzugang Fabian Spiegler nach einem Zweikampf mit Oberacherns André Walica im Liegen zum 0:1 und danach war der SVO bis zur Pause eigentlich nur noch um Schadensbegrenzung bemüht.

Dann stellte Oberacherns Coach Thomas Leberer um und bracht mit Nico Huber und Luca Fritz zwei neue Kräfte. Sein Team hielt nun besser dagegen, doch der Ausgleich gegen die spielstarken und ballsichern Gäste lag nur einmal in der Luft. Nach Pass von Sebastien Noé sah Nico Huber, dass Bahlingens Keeper Dennis Müller etwas zu unentschlossen aus dem Kasten kam. Der Ex-Oppenauer versuchte es aus 25 Meter mit einem Heber, der jedoch knapp über das Gebälk strich (71.).

Der Wille beim SVO, wenigstens einen Punkt zu retten, war zwar vorhanden, die gut stehende Bahlinger Defensive ließ aber kaum etwas zu.

In der Nachspielzeit beseitigte Michael Respondek auch die letzten Zweifel am mehr als verdienten Gästesieg. Oberacherns bester Akteur, Schlussmann Christian Miesch, blieb beim 0:2 absolut chancenlos.

SV Oberachern – Bahlinger SC 0:2 (0:1)
Oberachern: Miesch, Noé, Armbruster (61. Gülsoy), C. Krebs (46. Fritz), Petric (68. Keller), Tasli, Herrmann (46. Huber), Walica, Gallus, Decherf, Schwenk.

Bahlingen: Müller, Respondek, Adam, Nopper, Häringer, Waldraff, Keller, Bührer (46. Higl), Klein, Spiegler (58. Fellanxa), Sautner (75. Vrazalica).

Tore: 0:1 Spiegler (23.), 0:2 Respondek (90.+3).

Schiedsrichter: Lukas Heim (Waghäusel).

Zuschauer: 410

Bahlinger SC – SV Spielberg 3:2

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Bis zur Nachspielzeit hieß es zittern für den Bahlinger SC, doch dann war Mirco Barella zur Stelle und erzielte den erlösenden 3:2-Siegtreffer für die Kaiserstühler.

Eine perfekte erste Halbzeit servierte der Bahlinger SC den vielen Zuschauern, aber eben nur fast. Wie die Feuerwehr wirbelte die Higl-Elf 30 Minuten lang und brachte Spielberg mächtig in Bedrängnis. Dieses hohe Engagement blieb nicht folgenlos. Die Führung lag in der Luft und als dann Alexander Schoch Tobias Klein im Strafraum umsäbelte war es soweit: Yannick Häringer verwandelte den Strafstoß sicher zum  1:0 (16.). Wenig später gelang das 2:0. Artur Fellanxa ließ sich nicht abdrängen und sein Querpass murmelte der aufgerückte Michael Respondek in die Maschen (24.).  In diese Spielfreude fiel dann der glückliche Anschlusstreffer. Alexander Zimmermann hatte weit abgezogen, Dennis Müller im BSC-Tor tauchte ab. Der Flugball wurde jedoch von Thomas Can abgefälscht und damit für den Keeper unerreichbar (32.). Danach kippte die Partie. Der wankende SV Spielberg war zurückgekehrt und Bahlingen wackelte etwas. Als dann das 2:2 fiel, erneut durch Zimmermann,  rieben sich die Zuschauer verwundert die Augen. Die beiden Regionalligaabsteiger bewegten sich wieder auf Augenhöhe.

Die zweite Hälfte bot nur wenige Höhepunkte. Bahlingen gelang nur selten etwas Positives in der Offensive. In der 52. Minute konnte der agile Erich Sautner nach gekonntem Dribbling nicht abschließen. Sein abgewehrter Ball nutzten die Gäste zum Konter. Florian Benz wurde von Keeper Müller gerade noch gestoppt. Immer öfter gelang Spielberg, sich gefährlich durchzuspielen. Nur mit Mühe und dem Unvermögen der Gäste war es zu verdanken, dass das Unentschieden noch Bestand hatte. Die frischen Offensivkräfte von der Bahlinger Bank konnten die Tristesse im Angriff nicht beheben. Barella und Spiegler dribbelten sich immer wieder fest. Als die Partie in die Verlängerung ging kam das Glück beim Bahlinger SC zurück: Mirco Barella köpfte einen Sautner-Freistoß zum vielumjubelten 3:2 unter die Latte. Es war Bahlingens einzige echte Torchance in Abschnitt zwei. Ein erleichterter Alfons Higl sagte nach der Partie:  „Wir glaubten an uns, und das zeigte der Lucky Punch. Davor fehlte uns etwas die Kompaktheit und Stabilität. Anfangs gelang uns das dritte Tor nicht und kassierten dann einen Kullerball. Mit 41 Punkten sind wir im Abstiegskampf wohl aus dem Gröbsten heraus. “

Bahlinger SC  – SV Spielberg 3:2 (2:2)
Bahlingen: Müller, Respondek, Adam, Häringer, Waldraff, Fellanxa (56. Barella), Keller (66. Nopper), Bührer, Klein, Sautner (93. Vrazalica), Higl (56. Spiegler).

Spielberg: Moritz, Müller, Schröder (46. Brunner), Schäfer, Zimmermann, Schoch (72. Jäckh), Benz, Di Piazza, Nirmaier, Can (76. Kappler), Bückle.

Tore: 1:0 Häringer (16./FE), 2:0 Respondek (24.), 2:1/2:2 Zimmermann (32./37.), 3:2 Barella (91.).

Schiedsrichter: Endriß (Bad Ditzenbach).

Zuschauer: 920.

TSG Balingen – Bahlinger SC 1:3

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Drei Zähler auf dem Weg zum Klassenerhalt hat der Bahlinger SC mit dem 3:1-Erfolg beim Namensvetter TSG Balingen errungen. Das Higl-Team nahm damit auch Revanche für die 0:3-Schlappe aus dem Hinspiel. Doch zunächst war die TSG die klar bessere Mannschaft und erspielte sich gute Torchancen. Danach kam der BSC besser ins Spiel, ohne aber Torgefahr zu entwickeln.

Nach der Pause fanden die Gäste besser in die Partie. Artur Fellanxa gab nach 51 Minuten den ersten Schuss auf das Balinger Tor ab. Und die Kaiserstühler setzten nach, und in der 56. Minute war es Erich Sautner, der sich auf rechts durchsetzte und den Ball ablegte für Fellanxa, der mit einem Flachschuss aus 15 Metern für das 0:1 sorgte. Die Gäste wurden durch den Führungstreffer sichtlich beflügelt, und TSG-Torhüter Binanzer (60.) verhinderte mit einem Reflex gegen Fabian Spiegler das 0:2. Doch eine Minute später folgte der Knackpunkt der Partie, als Schreyeck an der Mittellinie von Michael Respondek gehalten wurde und beim Versuch, sich loszureißen, diesen im Gesicht traf. Schiedsrichter Marco Gegner wertete dies als Ellbogenschlag und zeigte Schreyeck die Rote Karte. Damit nicht genug, drei Minuten später leistete sich TSG-Kapitän Manuel Pflumm bei einem hohen Ball einen Stockfehler, dahinter lauerte Spiegler, der sich das Leder schnappte und zum 0:2 einschob. Doch die Gastgeber steckten nicht auf, und der Gast hatte Glück, dass Lauble (70.) eine Großchance versemmelte. Dafür rappelte es wenig später auf der anderen Seite, als Sautner den Ball durchsteckte für Spiegler, der vor das Tor passte, wo Matthias Schmitz und Yannick Häringer zusammenprallten und der Ball direkt vor Respondek liegen blieb, der nur noch zum 0:3 einschieben musste. Hoffnung keimte bei den Balinger Spielern und ihren Fans noch einmal auf, als Lauble auf 1:3 (78.) verkürzte. Die TSG versuchte trotz Unterzahl noch einmal alles, doch es blieb beim 1:3.

BSC-Coach Alfons Higl zeigte sich hernach zufrieden: „Wir sind schlecht ins Spiel gekommen und hatten Glück, dass wir nicht das 0:1 geschluckt haben. Danach haben wir besser ins Spiel gefunden. In der zweiten Halbzeit haben wir die drei Tore schön herausgespielt mit guten Kombinationen. Insgesamt gesehen war der Sieg verdient und auch wichtig. Denn wir stecken noch im Abstiegskampf.“

Tore: 0:1 Fellanxa (56.), 0:2 Spiegler (64.), 0:3 Respondek (74.), 1:3 Lauble (78.).

Schiedsrichter: Gegner (Heilbronn).

Rote Karte: Schreyeck (61.).

Zuschauer: 400.

Bahlinger SC – 1. CfR Pforzheim 2:1

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Lange musste der Bahlinger SC bangen, doch am Ende stand ein 2:1-Heimerfolg über den 1:CfR Pforzheim.

Schauspieler Armin Mueller-Stahl, einem Glückskind der der deutschen Wiedervereinigung, wird ein Satz zugeschrieben, den sie sich in Bahlingen gut  hinter die Ohren schreiben sollten: „Glück ist ein flüchtiges Gut, das man im Augenblick erfährt, kein Zustand für die Ewigkeit.“ Auf den BSC-Auftritt am vergangenen Samstag gemünzt, hieße das in etwa: Genießt die Glückseligkeit des vierten Heimsieges in Folge. So viel Massel habt ihr nicht alle Tage. Auch der Bahlinger Trainer Alfons Higl benutzte jene Vokabel, die nach dem Abpfiff auf der Ponderosa praktisch alle Gespräche  durchzog: „Wir hadern nicht mit dem Glück, sondern freuen uns darüber.“

Selten ist ein Bahlinger Sieg glücklicher zustande gekommen als jener gegen jene listig anlaufenden Pforzheimer, die den Gastgebern immer wieder beim Spielaufbau den Ball stibitzten. Im Normalfall hängt ein Hauch von Langeweile über dem Querpassgeschiebe zwischen den Innenverteidigern, die einen Ansatz zur Offensive suchen. Am Samstag aber entstanden gerade aus diesen Ruhe-Situationen die besten Torchancen, weil der Ball auf dem unkalkulierbaren Rasen des Kaiserstuhlstadions (Higl: „Man braucht immer ein, zwei Kontakte mehr zur Ballkontrolle“) verlustig ging – und das vor allem den Bahlingern, die damit ein ums andere Mal in Turbulenzen gerieten.

Allein vor der Pause liefen Pforzheimer Spieler nach Bahlinger Querschlägern dreimal allein auf BSC-Schlussmann Dennis Müller zu, der mit viel Einsatz einen Gegentreffer verhinderte. Nach dem Wechsel setzten die Goldstädter vor allem mit Kontern und Standards ihr munteres Chancenvergeben fort. Der  Kraftwürfel Dirk Prediger und sein kaum zu haltender Stürmerkollege Dominik Salz, dessen läuferische und spielerische Qualitäten Higl  „so in der Oberliga noch nicht gesehen“ hat, hätten das halbe Dutzend für die Gäste locker vollmachen können. Stattdessen fiel nur ein Treffer durch Ernesto de Santis, als Keeper Müller mal wieder mit dem Fuß retten musste und dabei den Ball an den Torschützen zum 1:1 verlor (67.). VfR-Trainer Teo Rus haderte mit einem Grundzustand Pforzheimer Angriffsschwäche: „Wir sind nicht in der Lage, im Spiel den Ball über die Linie zu bringen.“

Auch Bahlingen offenbarten sich Chancen, aber selten von der Güte der Pforzheimer Möglichkeiten. Der Führungstreffer für die Rot-Weißen entsprang einem Foulelfmeter, den Yannick Häringer im Nachschuss über die Linie drückte (51.). Erich Sautner war von Sebastian Rutz etwas unsanft im Strafraum gestoppt worden. Der Siegtreffer fiel nach der schönsten  Bahlinger Kombination  über Häringer und Mirco Barella.   Sautner schloss sie mit einem satten Schuss nach schöner Körpertäuschung zu einem Zeitpunkt ab, als viele BSC-Fans bereits ein Remis mit Kusshand genommen hätten (84.).

Die großen Räume, die sich nach der Umstellung auf eine Dreier-Abwehrkette in dieser zweiten Halbzeit offenbarten, begründete  Higl  mit der Angst, das Ergebnis zu verspielen: „Wir waren heute vom Kopf her nicht so stabil.“ Vorne wollten sie draufgehen, hinten zog sich das Mittelfeld zurück. Das schuf Lücken. Aber  Kampf und Einsatz stimmten. Wie heißt es bei Tolstoi? „Das Glück ist mit Müdigkeit und Muskelkater billig erkauft.“

Bahlinger SC – 1. CfR Pforzheim 2:1 (0:0)
Bahlingen: Müller – Keller, Klein, Adam, Waldraff – Häringer, Bührer – Ulubiev (58. Respondek), Sautner (88. Fellanxa), Higl (75. Alihoxha) – Spiegler (58. Barella).

Pforzheim: Manuel Salz – Gudzevic, Fixel, Mägerle (72. Schiek), Ceylan – Durmus (57. De Santis), Reisig, Rutz (87. Binder), Schwaiger – Prediger (57. Tardelli), Dominik Salz.

Tore: 1:0 Häringer (51.), 1:1 De Santis (67.), 2:1 Sautner (84.).

Schiedsrichter: Gille (Sinzheim).

Zuschauer: 450.

Neckarsulmer Sport-Union – Bahlinger SC 2:0

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526 Minuten – so lange durften Bahlinger Anhänger auf fremdem Platz schon nicht mehr zum Torjubel ansetzen. In Neckarsulm war der BSC dem ersten Auswärtstor seit dem 1. Oktober vergangenen Jahres zwar so nahe wie selten, doch auch bei der 0:2-Pleite am Samstag konnte Bahlingen weder das eigene Tor- noch das ungleich wichtigere Punktekonto aufstocken.

„Die Niederlage ist sicherlich ein bisschen unnötig“, stellte BSC-Trainer Alfons Higl nach dem Spiel fest. Er könne seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, schließlich habe sie vor allem im zweiten Durchgang vorbildlich gekämpft – was auf ungewohntem Untergrund nicht immer einfach war. Kurzfristig war die Begegnung auf den Kunstrasenplatz verlegt worden, der Hauptplatz von der Stadt gestern erst als unbespielbar gesperrt. Der Platz wurde zur Herausforderung für beide Mannschaften, die sich aber immer besser an die äußeren Umstände gewöhnten und eine von Beginn an sehr intensive Partie boten.

Kurzfristige Verlegung wird zur Herausforderung für beide Teams

Enttäuscht zeigte sich Higl lediglich über den Start seiner Mannschaft: „Die ersten 25 Minuten haben wir ein bisschen verschlafen“, bilanzierte der Bahlinger Coach. Dabei sahen die Zuschauer im ersten Durchgang weitestgehend ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Hausherren aus Neckarsulm einen Tick besser waren und nach 24 Minuten nicht unverdient in Führung gingen. David Gotovac profitierte von dem guten Auge des Routiniers Marc Schneckenberger, der die Lücke in der Abwehr erkannt und einen perfekten Pass in die Schnittstelle gespielt hatte. Gotovac, in spitzem Winkel zum Tor stehend, drehte den Ball um BSC-Torhüter Dennis Müller herum ins lange Eck zur Führung.

„Gegen eine solche Mannschaft anschließend wieder reinzukommen, ist sehr schwierig“, erkannte Higl. In der Folge übernahm Neckarsulm mehr und mehr das Kommando und setzte auf Angriff, statt die knappe Führung über die restliche Spielzeit ins Ziel zittern zu wollen. Und kurz vor dem Seitenwechsel wurde der harte Untergrund dann schließlich doch zum Thema im Lager der Kaiserstühler: Ein langer Ball provozierte ein Missverständnis zwischen Walter Adam und Dennis Müller, woraufhin Ouadie Barini freie Bahn bekam und die Kugel ins leere Tor tragen konnte. Ein echter Nackenschlag unmittelbar vor der Pause, mit dem zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt zu rechnen war.

Missverständnis in der Defensive führt zum Nackenschlag kurz vor der Pause

Folgerichtig wechselte Bahlingen in der zweiten Halbzeit früh offensiv und warf alles nach vorne. Gegen eine abgeklärte und stark aufgestellte Defensive der Neckarsulmer Sport-Union, die sich nur selten aus der Ruhe bringen ließ, endeten die Offensivläufe des BSC jedoch zumeist nur begrenzt erfolgreich. Zwar wurden die Gastgeber mit zunehmender Spieldauer immer tiefer in die eigene Hälfte gedrängt, doch ein Torerfolg blieb Bahlingen trotz hochkarätigen Großchancen durch Walter Adam (45.+2) und Ergi Alihoxha (77.) vergönnt. In der 69. Spielminute war Adam per Kopf nach einem Freistoß von Erich Sautner sogar erfolgreich – doch nur aus einer irregulären Abseitsposition heraus.

Daher wollte Trainer Higl seiner Mannschaft auch nichts vorwerfen: „Wir haben alles versucht, aber wir hätten den Anschluss gebraucht, was wir versäumten. So haben wir letztlich verdient verloren.“ Auch er musste also mitansehen, dass das einzige Konto, das beim BSC an diesem Wochenende weiter anwuchs, nichts mit Punkten oder Toren zu tun hatte – sondern lediglich jenes torloser Auswärtsminuten war.

Neckarsulm: Susser – Klotz, R. Neupert, Busch, Gotovac – Öztürk (80. Hogen), S. Neupert, Schneckenberger, Gerstle (88. Retzbach) – Barini (90.+2. Elseg), Müller (67. Kappes).

Bahlingen: Müller – Higl (64. Waldraff), Adam, Klein, Keller – Bührer, Häringer, Respondek (56. Alihoxha), Sautner – Barella (79. Fellanxa), Fiand (56. Spiegler).

Tore: 1:0 Gotovac (22.), 2:0 Barini (44.).

Schiedsrichter: Kern (Sillenbuch).

Zuschauer: 300.

Bahlinger SC – SSV Reutlingen 2:1

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45 gute Minuten reichten den Kaiserstühlern gegen den SSV Reutlingen, um den  sechsten Heimsieg einzufahren.

Eine tadellose Leistung präsentierte der Bahlinger SC den heimischen Fans vor allem im ersten Abschnitt.  Mit der zweiten Chance konnte   prompt das 1:0  bejubelt werden. Erich Sautner (6.) hatte einen Freistoß von rechts vor das Tor geflankt. Alle schauten der Kugel nach,  und der baumlange Walter Adam streckte sich etwas und köpfte unbedrängt zur Führung ein. Und die   Bahlingen bestimmten weiter das Geschehen und mit der weiteren Möglichkeit klingelte es erneut im Gästegehäuse. Sturmspitze Mirco Barella (13.) hatte flach aufs Tor gefeuert – 0:2. Sautner war erneut der Vorbereiter. Seinen Pass leitete Johannes Fiand fein mit der Hacke zu Barella weiter. Marcel Knauss im Gästetor blieb ohne Abwehrchance. Reutlingen selbst war nur in der 24. Minute gefährlich vors Heimtor gekommen. Dennis Müller im BSC-Kasten parierte einen Schuss von Daniel Seemann jedoch sicher. Fast wäre dem aufgerückten Vincent Keller noch das dritte Tor gelungen. Sein satter Flachschuss küsste jedoch nur den Torpfosten.
Die deutliche Pausenführung hatte sich der Bahlinger SC mehr als verdient. Jedoch  konnten die Rothemden nicht mehr an die famose Leistung der ersten Hälfte anknüpfen. Zwei Chancen von Sautner (57.) und Adam (72.) brachten nicht die Vorentscheidung. Auf der anderen Seite bugsierte Kuengienda die Kugel an den Bahlinger Pfosten (65.).  In der 82. Minute ließ Sautner zunächst eine Großchance aus,   und im Gegenzug verkürzte Reutlingen durch Eric Yahkem auf 1:2. Die Gäste hatten schneller umgeschaltet und die Defensive überrollt. Doch der knappe Vorsprung hielt  bis zum Schlusspfiff. Aufgrund der ersten Halbzeit bescherte der Bahlinger SC seinem neuen Trainer Alfons Higl mit Saisonsieg neun eine gelungene Heimpremiere. Higl sagte: „Wir haben heute hochverdient gewonnen,  aber es gibt noch viel zu tun. Die erste Halbzeit haben wir dominiert,  danach ist bei uns der Schlendrian reingekommen. Das Gegentor haben wir geschluckt und mit Kampf sowie dem Quäntchen Glück gelang der Heimsieg. Das Ergebnis gibt meinem Team die erforderliche Sicherheit für die nächsten Aufgaben.“

 Tore:  1:0 Adam (7.), 2:0 Barella (13.), 2:1 Yahkem (82.).

 Schiedsrichter:  Brombacher (Wittlingen).

 Zuschauer:  610

SC Freiburg II – Bahlinger SC 0:0

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Der letzte Kick kam von Kempf. Marc-Oliver Kempf  drosch in der Nachspielzeit einen überschüssigen zweiten Ball aus dem Möslestadion Richtung Waldkurbad. Und das mit einer Vehemenz, die die lieben Nachbarn am Möslepark fast schon als Ruhestörung an diesem friedvollen Sonntagnachmittag auffassen konnten. Es lag unzweifelhaft ein Hauch von Angefressenheit in der rustikalen Aktion des Innenverteidigers, der zwecks Spielpraxis aus dem Profikader in die zweite Mannschaft delegiert worden war.

Zu gerne hätte der Sportclub seine Titelambitionen in der Oberliga zum Frühjahrsstart mit einem Heimsieg im allseits beliebten Derby garniert.  Schließlich hatte Tabellenführer FSV 08 Bissingen tags zuvor einen 3:1-Erfolg beim SSV Reutlingen vorgelegt, sodass der Rückstand des Tabellenzweiten aus Freiburg nunmehr auf drei Punkte angewachsen ist.

Dass der Vergleich der beiden Mannschaften  zum dritten Mal hintereinander in ein torloses Unentschieden mündete,  lag zum einen an der gewissenhaften Verteidigungsarbeit der Gäste vom Kaiserstuhl; zum anderen aber auch am eindimensionalen Erfolgsschema der Gastgeber. Richtig gefährlich wurde es vor dem Tor von BSC-Schlussmann Dennis Müller fast ausschließlich nach ruhenden Bällen: So strich zweimal  ein Kopfball von Matti Langer nach einer Ecke  knapp über das Bahlinger Gehäuse (19., 51.). Kurz vor der Pause entschärfte Müller eine brenzlige Situation vor dem einschussbereiten Manolo Rodas Steeg, ebenfalls nach einer  SC-Ecke (44.). Damit erschöpften sich in einem über weite Strecken unansehnlichen Gekicke fast schon die Freiburger Tormöglichkeiten, wenn man einmal von der Direktabnahme absieht, mit der der eingewechselte Nathaniel Amamoo nach Flanke von Kolja Herrmann kurz vor Schluss am Tor vorbei zielte (88.). Martin Schweizer, der sportliche Leiter der SC-Fußballschule, sprach hinterher von „harter Kost in einem umkämpften Spiel“.

Trotz der Chancenarmut stellte sich SC-Trainer  Christian Preußer nicht die Frage, wie der Möchtegern-Rückkehrer in die Regionalliga mehr Abschlüsse im gegnerischen Sechzehner kreieren kann. „Effektivität ist das Thema“, sagte Preußer. Man müsse seine Möglichkeiten einfach konsequent nutzen. Es sei klar gewesen, dass es auf diesem schwer unter der Winterzeit leidenden Rasen,  der am Wochenende durch drei weitere Spiele  zusätzlich malträtiert worden war, kein filigranes Flachpass-Spektakel geben würde. Vielmehr regierte der Hang zum  langen Ball, dem wuchtige Kopfballduelle und humorlose Zweikämpfe  im Mittelfeld folgten.  Erst recht, als in der zweiten Hälfte die tief stehende Sonne SC-Keeper Kai Eisele ins Gesicht blinzelte und die Bahlinger dieses Gefahrenmoment mit weiten Schlägen auszunutzen versuchten.

Allein, es kam so gut wie gar nichts dabei herum. Bis auf einen Schuss von Johannes Fiand, dem ein Fehlpass im Spielaufbau von  Ivica Banovic in den Fuß gefallen war (7.), verlebte Eisele  eine geruhsame Zeit.  „Wir haben viele hohe Bälle sehr gut verteidigt“, lobte Preußer seine  auf Körpergröße getrimmte Defensive. Umgekehrt räumte der Bahlinger Trainer Alfons Higl ein, dass den Angriffsaktionen seiner Spieler die letzte Überzeugung gefehlt hätte. „Die Stürmer mussten viel laufen, auch gegen den Ball, doch wenn wir den Ball hatten, sind wir nicht richtig nachgerückt“, stellte Higl nach dem ersten Pflichtspiel als BSC-Coach  fest.

Mit dem Punkt können die Bahlinger (Higl: „Ich bin sehr zufrieden“) sicher besser leben als die Freiburger. Mit 29 Zählern verbesserten sich die Kaiserstühler in der Tabelle auf Rang acht, die Abstiegsgefahr ist aber weiter  vorhanden. Zumal Routinier Dennis Bührer bei der  Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte wegen Meckerns kurz  vor Schluss die Ampelkarte sah und am Samstag im Heimspiel gegen Reutlingen fehlen wird. Dabei scheinen sich beide Teams nach nunmehr 275 torlosen Minuten und dem vierten Remis in den vergangenen zwei Jahren nicht wirklich weh tun zu wollen.

SC Freiburg II – Bahlinger SC 0:0
Freiburg: Eisele – Herrmann, Müller (66. Rüdlin), Kempf, Föhrenbach – Banovic – Lickert (46. Wehrle), Langer, Rodas Steeg (83. Dräger) – Roth – Brünker (78. Amamoo).

Bahlingen: Müller – Keller, Klein, Adam, Higl (73. Waldraff) – Respondek, Bührer, Häringer – Fiand (62. Alihoxha), Barella (62. Fellanxa), Sautner (83. Henkel).

Schiedsrichter: Paßlick (Gengenbach).

Zuschauer: 1200.

Gelb-Rote Karte: Bührer (87.).

Bahlinger SC – FSV Hollenbach 4:2

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Ein Sieg zum Abschluss für den Bahlinger SC. Im Nachholspiel gegen den FSV Hollenbach gelang der Bajramovic-Elf ein 4:2-Erfolg.

Weder waren die Ozonwerte überschritten, noch hatte sich eine smogartige Dunstglocke über den Nordrand des Kaiserstuhls gelegt. Und doch schienen die Bahlinger Atemorgane am Samstag  wie von einer den Kehlkopf abschnürenden Enge befreit.  „Wir haben uns Luft verschafft“, sagte Kapitän Tobias Klein. „Wir haben Luft nach hinten bekommen“,  variierte verbal der BSC-Vorsitzende Dieter Bühler. Trainer Zlatan Bajramovic sprach zumindest von einem „Lüftchen“, das er nach dem Sieg im letzten Spiel vor der Winterpause verspürte.

Es ist der Blick auf die Oberligatabelle, der  bei den Verantwortlichen des früheren Regionalligisten so befreiend wirkt  wie eine  Eukalyptuspastille bei verstopften Bronchien. Nach 20 von 34 Ligaspielen hat sich  Bahlingen, als Tabellen-13. vorübergehend in sportliche Turbulenzen geraten,  wieder auf Platz neun vorgearbeitet. Und das Beste: In Hollenbach, aktuell auf dem drittletzten Rang 16 notiert,  wurde ein möglicher Abstiegskonkurrent   um zehn Punkte distanziert.

Natürlich: Wenn es ganz blöd läuft, müssen am Ende wieder sechs Absteiger in die Verbandsligen runter. Drei Punkte auf den 13. SV Oberachern sind  ein dünnes Polster, weshalb Bajramovic die Spannung im neuen Kalenderjahr hoch halten will und muss:  „Wir wollen noch mal Gas geben und uns  weiter von unten absetzen“, sagte er nach dem zweiten Heimsieg  in Folge (zuvor 1:0 gegen den KSC II).

„Mehr Konstanz in unseren Leistungen und mehr Effizienz beim Verwerten unserer Torchancen“ gab der seit Juli  amtierende BSC-Coach im Stadionmagazin Ponde-Echo als Ziel für das Frühjahr aus. Zumindest einen Wunsch erfüllte ihm seine Elf bereits in der Vorweihnachtszeit.

Gegen Hollenbach spielten die Kaiserstühler so effektiv wie noch nie in dieser Spielzeit. Drei Chancen, drei Tore – so hieß die Bahlinger Bilanz nach 25 Minuten. Gerade 57 Sekunden waren gespielt,   da köpfte Serhat Ilhan einen abgefälschten  Schussversuch von Yannick Häringer zum 1:0  ein. 16 Minuten später holperte ein Drehschuss von Marco Waldraff als tückischer Aufsetzer an FSV-Keeper Philipp Hörner zum 2:0 ins lange Eck. Und als Innenverteidiger Sebastian Walz Gegenspieler Häringer im Strafraum   aushebelte, verwertete Dennis Bührer den  folgenden Strafstoß abgeklärt zum 3:0 (25.).

Auch wenn die spielerische Dominanz der Gastgeber in ihrer neuen 4-1-4-1-Formation alles andere als erdrückend war, gaben die auswärts sieglosen Hollenbacher zumindest bis zur Pause einen devoten Sparringspartner ab. „Was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben, hatte mit Oberligafußball nichts zu tun“, gestand  der Hohenloher Coach  Ralf Stehle.

Mit den Toren zum 1:4 (70.) durch Julian Schiffmann und zum 2:4 (82.) durch Samuel Schmitt konnten sich die Gäste im zweiten Abschnitt zumindest ergebnistechnisch rehabilitieren. Beiden Treffern gingen individuelle Fehler der BSC-Abwehr voraus, Bajramovic störte sich aber mehr am Gesamteindruck:  „Wir haben in der zweiten Halbzeit immer einen Schritt weniger gemacht, das scheint bei den Jungs drin zu sein.“ In den Trabmodus hatte  der BSC nach dem 4:0 durch Erich Sautner geschaltet (64.). Es bleibt noch viel zu tun  für Bajramovic, aus dessen Team sich Lukas Metzinger ab sofort aus beruflichen Gründen verabschiedet.

Bahlinger SC – FSV Hollenbach 4:2
Bahlingen: Müller;  Respondek, Nopper, Adam, Waldraff; Bührer (79. Higl); Ilhan, Häringer, Klein, Alihoxha (72. Henkel); Sautner (79. Metzinger).

Hollenbach: Hörner; Baumann (42. Egner), Volk, Walz, Amon (84. Röckert); Hutter (77. Schreiber); Hofmann (42. Schmitt), Michael Kleinschrodt, Martin Kleinschrodt, Schiffmann; Albert.

Tore: 1:0 Ilhan (1.), 2:0 Waldraff (17.), 3:0 Bührer (25./FE), 4:0 Sautner (64.), 4:1 Schiffmann (70.), 4:2 Schmitt (82.).

Schiedsrichter: Kempter (Sauldorf).

Zuschauer: 450.

Bahlinger SC – Karlsruher SC II 1:0

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Alles andere als ein Fußballschmankerl bekamen die 615 Zuschauer im Kaiserstuhlstadion zu sehen. Am Ende reichte das sechste Saisontor von Erich Sautner, damit der Bahlinger SC auf Tabellenplatz zwölf  die Abstiegszone verlassen  kann. „Wir haben drei wichtige Punkte im Abstiegskampf geholt, mehr aber auch nicht in einer extrem engen Liga“, sagte  BSC-Trainer Zlatan Bajramovic.

Der knappen Personaldecke geschuldet setzte BSC-Trainer Zlatan Bajramovic in Fabian Schmid, Lennart Bauer und Luca Köbele drei A-Junioren auf die Bank. Die Stimmung bei den heimischen Rothemden war  dennoch  gut. Gewohnt druckvoll agierte Bahlingen in der Anfangsphase,  Yannick Häringer (8.) und Walter Adam (14.) verfehlten nach Eckbällen knapp das Gästetor. Es sollten  jedoch bis zur Pause die einzigen Bahlinger Chancen bleiben. Dass in diesem Spiel „die Post abgeht“, wie vom BSC-Vorsitzenden  Dieter Bühler gewünscht, konnte man nicht behaupten.

Auf der anderen Seite musste sich Dennis Müller im Heimtor mächtig strecken, um eine Direktabnahme ins Toraus zu leiten (24.). Die KSC-Reserve stellte mit schnellem Umschaltspiel  die Bahlinger Dreierkette mit Walter Adam, Felix Higl und Fabian Nopper öfters vor Probleme.
Nach Wiederanpfiff kennzeichneten  weiterhin Ballverluste und technische Fehler die Partie.  Als Kleinert in der 56. Minute Ergi Alihoxha im Strafraum zu Boden brachte, pfiff der Schiedsrichter Elfmeter. Doch den Schuss von Marco Waldraff konnte Gästekeeper Florian Stritzel mühelos parieren.  Der Frust über den zweiten verschossenen Elfer in dieser Saison war kaum verflogen, da konnte der BSC-Anhang doch noch jubeln: Erich Sautner netzte einen flachen Freistoß ein – 1:0 (60.). Bahlingen konnte anschließend keine Chancen mehr kreieren, einige brenzlige Situationen mussten Adam & Co. noch bis zum Abpfiff meistern.
„20 gute Minuten nach der Halbzeitpause reichten für den Sieg“, stellte Bajramovic fest. „Meine Jungs haben heute gut verteidigt,  das war unser Ziel.“  Mit einem weiteren Heimsieg am kommenden Samstag gegen Hollenbach könnte man dann „ordentlich Weihnachten feiern“. Gästetrainer Stefan Sartori ärgerte sich:  „In einem typischen Null-Null-Spiel hatte  Bahlingen den glücklichen Vorteil.“

Tor: 1:0 Sautner (60.)

Schiedsrichter: Satriano (Zell im Wiesental)

Zuschauer: 615.

Bes.:  Stritzel hält Foulelfmeter von Waldraff (56.).

1. Göppinger SV – Bahlinger SC 1:0

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Marco Waldraff wirkte empört über das Zweikampfverhalten seiner Mannschaft, das er von der linken Außenbahn mit ansah. „Geht doch mal richtig dagegen, es darf ruhig auch mal wehtun!“, forderte er seine Mitspieler auf. Ein echter Wachmacher gelang ihm damit allerdings nicht mehr ­– ohne Punkte und dafür mit sehr vielen Fragezeichen musste der BSC seine Heimreise aus Göppingen antreten.

In der Tat fehlte den sonst so kampfbereiten und willensstarken Kaiserstühlern an diesem Nachmittag die nötige Einsatzfreude. So zog man in den Zweikampfduellen im Zweifel lieber zurück, als dem Gegner den Ball auf ungewohntem Kunstrasen abspenstig machen zu wollen. Eins-gegen-Eins-Situationen wich man eher aus, wenn sie nicht zwingend nötig waren. Und selbst das allseits gefürchtete Offensivfeuerwerk in den ersten rund zwanzig Minuten der Partie ließ der BSC in Göppingen vermissen. „Wir waren heute insgesamt viel zu unsauber und hektisch“, bilanzierte ein enttäuschter Bahlinger Trainer Zlatan Bajramovic. „Trotzdem ist es bitter, weil wir auch mitgespielt haben.“

Doch es war der Aufsteiger aus Göppingen, der bei seinem letzten Heimspiel des Jahres besser in die Begegnung fand und auch im zweiten Durchgang die Oberhand behielt. Bereits nach zwölf Minuten musste BSC-Torhüter Dennis Müller rettend eingreifen, als Maximilian Ziesche den Ball aus einem Gedränge heraus in Richtung Gehäuse stocherte. Ziesche war einer von drei Spitzen des GSV, der genau wie Bahlingen in einer 4-3-3-Variante auflief. Diese offensive Formation sollte sich nach 25 Minuten bezahlt machen, denn den Freistoß, den die Mannschaft von Trainer Gianni Coveli auf dem rechten Flügel nach einem Konter zugesprochen bekam, nickte Tobias Armbruster am kurzen Pfosten aus vollem Lauf ein und bejubelte mit seinem Team dessen erst siebzehntes Tor im neunzehnten Spiel.

Harmlosigkeit im Angriff fand man dagegen allerdings bei den Gästen wieder. Den offensiven Höhepunkt setzte der BSC in der 34. Spielminute in Person von Erich Sautner, der sich aus der Distanz ein Herz fasste, doch mit seinem 30-Meter-Schuss lediglich den Pfosten traf. Neben vereinzelten weiteren Konterchancen, bei denen dann aber die letzte Konsequenz fehlte, sollte es trotz Rückstand die letzte echte Torchance der Bahlinger in der gesamten Partie bleiben. Schussversuche, die deutlich neben dem Tor endeten, wurden mit hängenden Köpfen und zuckenden Schultern quittiert. Das war auch Göppingen geschuldet, das die knappe Führung nicht etwa mit einem Abwehrbollwerk, sondern mit eigenen Angriffen über die Zeit bringen wollte – mit Erfolg. Durch die fehlende Gefährlichkeit vor dem gegnerischen Tor, die Bajramovic als „Inkonsequenz“ bezeichnete, lag ein Lucky-Punch für seine Mannschaft in den Schlussminuten nicht in der Luft.

Dafür dezimierte sich der BSC vier Minuten vor dem Ende auch noch selbst. Dennis Bührer, erst zwei Minuten zuvor wegen zu harten Einsteigens mit der gelben Karte verwarnt worden, wurde vom Unparteiischen zurecht nach einem unfair geführten Zweikampf an der Mittellinie verfrüht unter die Dusche geschickt und fehlt damit am kommenden Wochenende zuhause gegen den Karlsruher SC II. „Uns fehlen die richtigen Entscheidungen in den richtigen Momenten, und so verfallen wir immer wieder in alte Muster“, kritisierte Coach Bajramovic – und hofft daher, dass seine Spieler am Samstag wieder mehr „individuelle Klasse“ zeigen.

Göppingen: Rombach – Armbruster, Stierle, Ivezic, Clauß – Schmidts, Cerimi, Loser (87. Frölich) – Ziesche (69. Botta), Dicklhuber (76. Warth), Renner (79. Augst).

Bahlingen: Müller – Higl (82. Henkel), Adam, Klein, Keller – Waldraff, Bührer, Häringer – Sautner (69. Alihoxha), Ilhan, Ulubiev (69. Fellanxa).

Tor: 1:0 Armbruster (25.).

Gelb-Rot: Bührer (Bahlingen/86./Foulspiel).

Schiedsrichter: Lehmann (Seitingen).

Zuschauer: 350.

Bahlinger SC – Offenburger FV 3:1

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Welch ein Derby in Bahlingen! Das Spiel des BSC gegen den OFV bot alles was das Fußballherz begehrte – Tore, Tempo und Tätlichkeit. Doch der Reihe nach. Der erste Durchgang lieferte nicht das, was man sich erhofft hatte – wenig Klasse von beiden Mannschaften. Der BSC begann stark, baute aber auch stark ab. Offenburg kam immer besser ins Spiel, ohne aber die Partie auf ein höheres Niveau heben zu können. Der zweite Durchgang bot aber dann mehr. Zunächst netzte Aslan Ulubiev zur Führung der Hausherrene in – sehr kurios fiel dieses Tor. Torhüter Dominik Bergdorf wollte einen Rückpass wegschlagen, traf aber nur den Rücken von Ulubiev – das Desaster aus Offenburger Sicht nahm seinen Lauf. 15 Minuten später machte Erich Sautner weiter und sorgte für die vermutete Vorentscheidung – mit einer feinen Einzelleistung brachte Sautner den Ball im Tor unter. Nur zwei Minuten später aber die Antwort der Gäste: Max Chrobok konterte den vermeintlichen Entscheidungstreffer, die Gäste bestraften hierbei einen Kapitlbock der Hausherren. Die Nachspielzeit hatte es dann in sich: Zunächst erzielte Fellanxa das 3:1, anschließend nahm das Drama seinen Lauf: Eine Rudelbildung, ein Faustschlag und weitere Beleidigungen später waren die Offenburger nur noch zu zehnt und verloren das Spiel mit 1:3.

Schiedsrichter: Philipp Reitermayer (Palmbach)

Zuschauer: 625

Tore: 1:0 Aslan Ulubiev (58.), 2:0 Erich Sautner (73.), 2:1 Max Chrobok (75.), 3:1 Artur Fellanxa (89.)

Platzverweise: Rot gegen Dominik Bergdorf (91./Offenburger FV/Tätlichkeit), Rot gegen Eugen Sokolov (91./Offenburger FV/Tätlichkeit)

Bahlinger SC – FC Astoria Walldorf II 0:1

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Auch BSC-Trainer Zlatan Bajramovic wusste nach der Partie nicht, wie er diese Niederlage beschreiben sollte. Seine Mannschaft habe das Spiel besonders in der letzten halben Stunde dominiert, so Bajramovic, und doch sei es für ihn „einfach nicht zu erklären“, dass der Ball nicht auch einmal im Netz zappelte. Zum zweiten Mal in Folge steht der BSC damit ohne Punkte da – und wartet nun auch schon seit 255 Minuten auf einen Torerfolg.

Dabei begannen die Kaiserstühler auch gegen die U23 der Astoria Walldorf mit dem gewohnt frühen Pressing. Schnell wurde den rund 510 Zuschauern im Kaiserstuhlstadion klar, dass man so bald wie möglich in Führung gehen wollten. Die großen Gelegenheiten dazu hatten allerdings die Gäste aus Walldorf: Harun Solak tauchte gleich zweimal gefährlich vor dem Tor von Dennis Müller auf, scheiterte allerdings zunächst an seiner eigenen Zielgenauigkeit (8.) und wenig später an Müllers Reaktion (25.). Erst nach 39 Minuten wurde es auch auf der Gegenseite richtig gefährlich, als Erich Sautner in der Schnittstelle der Abwehr angespielt wurde und FCA-Torhüter Bouchetob verlud – allerdings stand der Stürmer des BSC dabei im Abseits und der Treffer wurde vom Assistenten aberkannt.

Nach einer ersten Halbzeit auf sonst weitestgehend sehr überschaubarem Niveau sorgte Gästeangreifer Harun Solak für den entscheidenden Moment des Spiels. Die Bahlinger, gedanklich augenscheinlich noch nicht wieder aus der Kabine gekommen, ließen Solak keine 50 Sekunden nach Wiederbeginn zentral vor dem Strafraum ungehindert zum Schuss kommen, was der Knipser mit einem sehenswerten und platzierten Distanzschuss honorierte. Entsprechend ausgelassen war auch der Jubel der bis dahin zwölf Spiele lang sieglosen Kurpfälzer. „So etwas passiert, darf uns in unserer Situation aber eigentlich nicht passieren“, kommentierte Bajramovic das Blitztor.

Was danach folgte, war klassischer Einbahnstraßenfußball. 44 Minuten lang lief die Partie auf ein Tor, vereinzelte brandgefährliche Konterchancen der Gäste ausgenommen. Doch den Bahlingern gelang es nicht, selbst Gefahr vor dem Tor zu entwickeln. Aus dem Spiel heraus scheiterte man meist an der solide aufgestellten Abwehrreihe des FCA, Standards wurden häufig zu flach oder direkt auf den Kopf des Gegners in die Mitte gebracht. Insgesamt zeigte sich das Team von Zlatan Bajramovic aber einfach zu harmlos. „Wir waren extrem oft vor dem Tor, treffen dort aber immer wieder die falschen Entscheidungen“, resümierte er.

Walldorf investierte nach dem Führungstor nicht mehr als nötig und konzentrierte sich aufs Kontern. Die Gastgeber dagegen versuchten, sich auf irgendeine Art Torchancen zu erzwingen, doch auch die berühmte Brechstange half in den letzten Minuten nicht mehr. Zu oft vertändelten die Bahlinger Angreifer Offensivansätze bereits vor dem eigentlichen Abschluss und überließen Jakob Bouchetob im Tor der Walldörfer einen weitestgehend ruhigen Nachmittag. Am kommenden Samstag erwartet der BSC nun den Offenburger FV zum sowohl geografischen als auch tabellarischen Lokalduell. Bis dahin möchte Bajramovic mit seiner Mannschaft intensiv und fokussiert trainieren – um einen erneuten Fauxpas in den ersten Sekunden verhindern zu können.

Schiedsrichter: Tobias Eisele (Münchingen)

Zuschauer: 510

Tore: 0:1 Harun Solak (46.)

SV Sandhausen II – Bahlinger SC 2:0

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Verwundert rieben sich die rund 130 Zuschauer in Sandhausen beim Schlusspfiff die Augen. Konnten die Anhänger der Gastgeber in der Halbzeitpause noch glücklich über das torlose Remis sein, freuten sie sich über eine souveräne Leistung der Sandhäuser in einer völlig gegensätzlichen zweiten Halbzeit. Unter dem Strich ist der erst zweite Heimsieg der Kurpfälzer in der laufenden Saison sogar nicht einmal unverdient.

Zum Abschluss der englischen Woche begann der BSC zwar mit einer offensiven 4-3-3-Formation, zunächst allerdings eher kräftesparend. Nach nur sieben Minuten hatte Serhat Ilhan die Großchance zur frühen Gästeführung: Eine Flanke von Felix Higl erreichte den Bahlinger Flügelspieler im Zentrum punktgenau, doch Ilhan traf mit seinem Kopfball nur die Unterkante der Latte, von wo aus die Kugel zurück ins Feld sprang. Und wenig später sollte das Aluminiumpech dem BSC noch einmal zum Verhängnis werden. SVS-Kapitän Philipp Leimenstoll blockte einen Schussversuch an der Strafraumkante mit der Hand ab, was den Unparteiischen prompt zu einem Elfmeterpfiff zwang. Erich Sautner konnte den Sandhäuser Keeper zwar verladen, nahm jedoch zu genau Maß und scheiterte am linken Pfosten.

Die Bahlinger zeigten sich von den vergebenen Chancen aber nicht beeindrucken und spielten weiter munter nach vorne. Serhat Ilhan (25.) und Mirco Barella (28./34.) hatten weitere gute Gelegenheiten zur Führung für den BSC, doch sie ließen auch diese liegen. „Das Einzige, was man der Mannschaft heute vorwerfen kann, ist die zu schwache Chancenverwertung“, resümierte Trainer Zlatan Bajramovic.

Beginnend mit einem verletzungsbedingten Wechsel auf der Torhüterposition des BSC, weil Stammtorwart Dennis Müller aufgrund von Rückenproblemen nicht weitermachen konnte, sollte sich das Spiel nach dem Seitenwechsel komplett zum Gegenteil verändern. Die Sandhäuser Offensive, die bis hierhin noch gar nicht stattgefunden hatte, spielte sich auf dem linken Flügel bis in den Strafraum durch, wo eine halbhohe Flanke Yannick Häringer an die Hand sprang. Entgegen vehementer Proteste der Bahlinger und selbst entgegen der Meinung des Schiedsrichterassistenten zeigte der Unparteiische erneute auf den Punkt. Jan Dahlke ließ sich die Gelegenheit aus elf Metern nicht nehmen und brachte sein Heimteam nach 53 Minuten überraschend in Führung.

Mit dem Treffer stellte er nicht nur den bisherigen, sondern auch den weiteren Spielverlauf gänzlich auf den Kopf. Auf einmal baute die Bahlinger Mannschaft komplett ab, für die Spieler wurden Laufwege zu weit, Zweikämpfe zu mühsam. Die wenigen Aktionen, die der BSC nun noch selbst initiierte, waren konzeptlos und resultierten in Zufallsprodukte. Sandhausen nutzte das eiskalt aus und spielte plötzlich befreit auf – das 2:0 durch Kuhn in der 61. Minute sowie Großchancen zu einem gar höheren Resultat waren nur eine logische Folge. „Ein weiteres Mal verlieren wir ein Spiel, das wir eigentlich nicht verlieren müssen. Das ist in den letzten Wochen einfach zu oft vorgekommen“, so Bajramovic. Zu erklären ist der Sinneswandel seiner Mannschaft auch für ihn nur schwer – doch der BSC muss seine Heimreise aus Sandhausen dennoch ohne Punkte antreten.

Sandhausen: Hiegl – Leimenstoll, Zellner, E. Stadler, Maximilian Schilling – Kuhn (90. Stellwagen), Mohr (65. Bauer), Marius Schilling (82. R. Stadler), Geisler (46. Sailer) – Dahlke, Sterzing.

Bahlingen: Müller (46. Reisacher) – Higl, Adam, Klein, Keller (83. Fellanxa) – Häringer, Bührer, Waldraff – Ilhan (67. Fiand), Sautner, Barella (69. Ulubiev).

Schiedsrichter: Hildenbrand (Wertheim)

Zuschauer: 130

Tore: 1:0 Dahlke (53./HE), 2:0 Kuhn (61.)

SBFV-Pokal: SV Oberachern – Bahlinger SC 0:1

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Von Beginn an zeigte sich der BSC präsent und initiierte früh gefährliche Offensivaktionen. So hatte Yannick Häringer in den ersten Minuten gleich eine Doppelchance, die er allerdings liegen ließ. Das frühe Tor, auf das die Bahlinger drängten, sollte nach einer Viertelstunde fallen: Erich Sautner servierte einen Freistoß von der linken Außenbahn genau auf den Kopf von Tobias Klein, der im Luftduell die Kugel ins lange Eck verlängerte.

„Nach einer solchen Anfangsphase müssen wir eigentlich schon mit 2:0 führen“, bilanzierte BSC-Trainer Zlatan Bajramovic, „dann wird alles ein wenig ruhiger.“ Doch statt des zweiten Treffers für Bahlingen kam nun Oberachern besser in die Partie. Besonders nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung zunehmend ausgeglichener und durch die phasenweise harte Gangart immer mehr zu einem echten Pokalfight. In der 59. Minute hätte der BSC die Begegnung durch einen Treffer von Häringer entscheiden können, doch das souveräne Schiedsrichtergespann entschied auf Abseits. Das gleiche Schicksal wurde auch dem vermeintlichen Ausgleichstreffer durch Felix Armbruster (77.) zuteil, sein Treffer wurde ebenfalls aberkannt. Oberachern warf in der Schlussphase zwar noch einmal alles nach vorne, doch es reichte am Ende nicht zum Torerfolg. Der BSC zieht damit zum dritten Mal in Folge ins Viertelfinale des südbadischen Pokals ein.

Schiedsrichter: Doering (Klengen)

Zuschauer: 1020

Tore: 0:1 Klein (15.)

Bahlinger SC – SpVgg Neckarelz 6:1

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Nach einer Tempoverschärfung in der zweiten Halbzeit wurden die Bahlinger  ihrer Favoritenrolle gegen den Tabellenletzten  im zweiten Abschnitt gerecht. Nach vier sieglosen Spielen in Serie sprach BSC-Trainer Zlatan Bajramovic seiner Mannschaft ein Lob aus: „Zufrieden bin ich auch mit den drei Punkten,  die uns in der Tabelle  etwas Druck nehmen.“
Ein feiner Freistoß aus etwa 25 Metern von Erich Sautner ließ den Bahlinger SC in der ersten Halbzeit jubeln (37.).  Es war die zweite BSC-Chance des Spiels. Druckvoll und mit viel Elan marschierte das Heimteam nach vorn. Richtig Torgefahr konnten die Gastgeber zunächst jedoch kaum aufbauen – mit Ausnhame von Walter Adam, der in der 23. Minute aus kurzer Distanz an Denis Deter im Neckarelzer Tor scheiterte. Für die Gäste narrte nach einer halben Stunde Nikica Filipovic  die BSC-Defensive, sein Zuspiel feuerte Arnold Luck aus spitzem Winkel ans Außennetz. Die Bahlinger Fans murrten etwas,  feuerten ihr Team dennoch an: „Auf, auf ihr roten Teufel.“ Kaum gesagt, da jubelten die Rot-Weißen  über den sehenswerten Sautner-Freistoß zum 1:0.

In  Johannes Fiand und Artur Fellanxa brachte  Bajramovic zum Wiederanpfiff zwei neue Offensivkräfte. Beide wirbelten  die Gäste-Defensive kräftig durcheinander und hatten großen Anteil am schließlich  deutlichen Heimsieg.  „Die zuvor ausgewechselten Spieler  waren aber wichtig, denn sie bereiteten den Boden und die Räume für die Gekommenen gut vor“, erklärte Bajramovic.

Immer wieder hebelten  die Bahlinger nun mit schnellen Kombinationen die Neckarelzer Abwehr aus. Erich Sautner zeigte dabei seine spielerische Qualität und steckte immer wieder gekonnt die Kugel zwischen die Abwehr durch. Dadurch gelangen die Treffer zwei und drei, die die Vorentscheidung brachten. Hinten hielt Dennis Müller seinen Kasten sauber – bis zu 81. Minute. Erst dann musste er sich einem Filipovic-Schuss geschlagen geben. Aufzuhalten war der BSC aber nicht mehr. Tobias Klein und  Fiand machten in der Schlussphase  das halbe Dutzend voll. Neckarelz war im zweiten Abschnitt überfordert gegen  engagiert auftretende Bahlinger. Für Bahlingen war es erst der zweite Heimsieg, während Neckarelz die zwölfte Niederlage kassierte.

Schiedsrichter: Andreas Iby (FV Sprf Neuh)

Zuschauer: 405

Tore: 1:0 Erich Sautner (37.), 2:0 Marco Waldraff (51.), 3:0 Erich Sautner (68.), 4:0 Artur Fellanxa (77.), 4:1 Nikica Filipović (82.), 5:1 Tobias Klein (85.), 6:1 Johannes Fiand (87.)

FV Ravensburg – Bahlinger SC 0:0

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Vereinzelt hatte man auf der Ravensburger Haupttribüne den Wunsch geäußert, wieder etwas mehr Fußball zu sehen. Mit zunehmender Spieldauer häuften sich die Unterbrechungen, ein Spielfluss kam phasenweise gar nicht mehr zustande. Am Ende stand folglich kein Tor auf dem Spielberichtsbogen – dafür aber zehn gelbe und zwei gelbrote Karten.

FV-Trainer Wolfram Eitel warf dem Schiedsrichter „kleinliche Pfeiferei“ vor. Vielmehr habe er „kein überhartes oder gar unfaires Spiel“ gesehen und verstehe die große Anzahl gelber Karten nicht. „Die Jungs haben sich heute für den Punkt aufgeopfert“, lobte er. Seine Mannschaft erwischte den besseren Start und war im ersten Durchgang die stärkere Mannschaft. Sebastian Mähr sorgte in der 22. Spielminute für den größten Aufreger, als er nach einer langen Freistoßflanke per Kopf nur den Pfosten traf. Und auch in der Folge waren die Gastgeber dem Treffer näher als Bahlingen, die bereits nach 24 Minuten einen Rückschlag hinnehmen mussten: Angreifer Aslan Ulubiev verletzte sich in einem Zweikampf und musste mit gebrochener Nase das Spielfeld in Richtung Krankenhaus verlassen. Bereits hier zog die durchweg harte Gangart beider Seiten die ersten Folgen nach sich – ganze dreimal mussten die Trainer verletzungsbedingt tauschen.

Und auch nach dem Seitenwechsel veränderte sich dieses Bild vorerst nicht. Immer mehr kam Bahlingen nun allerdings ins Spiel und initiierte zunehmend eigene Offensivaktionen, die jedoch meist an der Qualität des Abschlusses scheiterten. Marco Waldraff (57.) und Mirco Barella (59.) hatten die besten Gelegenheiten der Gäste.

Doch mehr und mehr zerbröckelte das Spiel. Nicht nur viele Unterbrechungen des erst 21-jährigen Unparteiischen, der besonders gegen Ende der Partie zusehends in den Fokus rückte, sondern auch die fehlende Konzeption im Aufbauspiel beider Mannschaften brachten viel Hektik in eine zerfahrene Begegnung. Harte Zweikämpfe gepaart mit Theatralik stellten Schiedsrichter Eberhardt immer wieder vor eine echte Herausforderung in der Zweikampfbeurteilung.

Der Referee sah sich von nun an nur noch mit der Verteilung von gelben Karten zu behelfen. Fast schon eine folgerichtig zückte er in der 90. Minute zum ersten Mal auch den roten Karton gegen Mirco Barella, der einen Konter der Ravensburger mit einem taktischen Foul stoppte und sich damit seine zweite gelbe Karte einhandelte. In der Nachspielzeit kassierte auch Serhat Ilhan für sein hartes Einsteigen an der Seitenlinie die Ampelkarte und fehlt in der kommenden Partie damit ebenso wie Barella und der verletzte Ulubiev. „Dass jetzt ausgerechnet drei Offensivkräfte fehlen, ist bitter für uns und macht es uns zusätzlich schwer“, gab BSC-Coach Zlatan Bajramovic zu. „Es ist bitter genug, immer nur davon zu erzählen, man sei die bessere Mannschaft gewesen, ohne das im Ergebnis sehen zu können. Auch heute geht der Punkt mindestens in Ordnung und ich hätte mir gerne einen schmutzigen Sieg gewünscht. Aber Fußball ist eben kein Wunschkonzert.“

Ravensburg: Mesic – Fiesel (80. Jeggle), Altmann, Mähr, Henning – Boneberger, Hörtkorn, Reiner, Toprak (72. Zimmermann) – Soyudogru (31. Gruler), Wohlfahrt (72. Wiest).

Bahlingen: Müller – Higl (73. Respondek), Adam, Klein, Keller – Waldraff (85. Fiand), Bührer (78. Nopper), Häringer – Sautner, Ilhan, Ulubiev (24. Barella).

Schiedsrichter: Eberhardt (Giengen).

Gelb-Rot: Barella (Bahlingen/90.), Ilhan (Bahlingen/90.+2.).

Zuschauer: 500.

Bahlinger SC – SV Stuttgarter Kickers II 3:4

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Auf Anglizismen fixierte Manager hätten vom Turnaround gesprochen, den die Bahlinger in ihrem zwölften Saisonspiel anvisierten. Doch so hatten sich die Kaiserstühler die vermeintliche Umkehr der Verhältnisse nicht vorgestellt: Nach der dritten Heimniederlage der Saison, die der Stuttgarter Shadi Iskandar in der Schlussminute mit einem Rumms aus 18 Metern ins rechte obere Toreck fixierte, muss der BSC seinen Blick in der Tabelle auf die Tiefebene verlagern.

„Wir müssen nach unten schauen und aufpassen, dass wir jetzt die Kurve kriegen“, gab BSC-Vorsitzender Dieter Bühler zu bedenken. „Im Moment fehlt im Spiel der letzte Tick, die Begeisterung dranzubleiben.“ Obwohl die Bahlinger in einem „turbulenten Spiel“ (Gästetrainer Dieter Märkle) zweimal in Führung gegangen waren, obwohl sie einen Rückstand ausgleichen konnten und sicher die Mehrzahl an Torchancen hatten, standen sie am Ende wieder mit leeren Händen da.

Von wegen Angriffsschwäche. Erstmals gelangen den Rot-Weißen mehr als zwei Treffer in einem Spiel. Mit den vorwärtsorientierten Außenverteidigern Felix Higl und Michael Respondek sowie der Dynamik von Marco Waldraff und Serhat Ilhan belebten die Gastgeber ihr oft kritisiertes Flügelspiel. Doch kaum ist eine Baustelle geschlossen, tut sich die nächste auf. Der Abwehr fehlte jene Entschlossenheit, mit der man Spiele gewinnt.

Erich Sautner, der per Flachschuss ins kurze Eck das 2:1 erzielte (18.), machte eine mentale Schwäche in allen Mannschaftsteilen aus: „Der unbedingte Wille, das Tor zu verhindern, hat gefehlt.“ Gefühlt habe Stuttgart fünfmal aufs Tor geschossen und viermal getroffen, weshalb Trainer Zlatan Bajramovic mit höheren Mächten haderte: „Der Gegner hat jeden Fehler brutal ausgenutzt.“ Auch Bajramovic erkannte indes Konzentrationslücken bei den Gegentreffern: „Wenn du wach bist, kannst du was dagegen machen.“ Wenn man diesen Schlendrian doch vertreiben könnte wie die Krähen vom zerfurchten Rasen des Kaiserstuhlstadions. Der Greenkeeper beschallt das Feld jetzt mit Angst einflößenden Greifvogellauten.

Bahlinger SC – Stuttgarter Kickers II 3:4 (2:3)
Bahlingen: Müller – Respondek, Klein, Adam, Higl – Häringer, Bührer – Ilhan, Sautner (82. Metzinger), Waldraff (64. Barella) – Ulubiev (79. Fellanxa).

Stuttgart: Kobas – Faber, Doufas, Barth, Apler – Romano (77. Lamatsch), Tiryaki-Zeeb, Ketsemenidis (87. Wojcik), Pollex (61. Oubeyapwa), Eiselt – Vochatzer (83. Iskandar).

Tore: 1:0 Bührer (FE/8.), 1:1 Pollex (9.), 2:1 Sautner (18.), 2:2, 2:3 Vochatzer (25., 27.), 3:3 Ulubiev (48.), 3:4 Iskandar (90.).

Schiedsrichter: Heim (Waghäusel).

Zuschauer: 510.